Tiefe Spuren hinterlassen

Beliebter Waldweg seit langem in schlechtem Zustand

Tiefe Spuren hinterlassen

Einen wirklichen Namen hat er wohl nicht. Manche nennen ihn einfach Mittelweg - jenen Weg, der in Soltau parallel zum Wiedinger Weg in den Wald führt. Aber ob nun namenlos oder nicht - diese Strecke unweit des Kuhbachs ist bei Radlern und Spaziergängern gleichermaßen beliebt und verfügt sogar über eine Schutzhütte. Doch seit ein paar Monaten hat der Weg einiges an Attraktivität eingebüßt: In weiten Teilen ist er durch tiefe Fahrspuren und Absackungen im Seitenbereich für Radler eine Zumutung und für Spaziergänger mit Rollator kaum passierbar geworden. Daß dort noch immer nichts verbessert worden ist, sorgt inzwischen für kritische Stimmen unter den Soltauern .

Die Ursache für den teils desolaten Zustand ist klar: Im Frühjahr mußten schwere Maschinen diesen Weg benutzen wie beispielsweise ein Harvester, weil Baumfällarbeiten in einem dortigen Waldstück der Soltauer St. Johannisgemeinde anstanden. Dazu der zuständige Revierförster Stephan Nachreiner: „Es handelte sich hierbei um einen Fichtenbestand auf einer ehemalige Mähwiese mit massivem Borkenkäferbefall. Da diese Bäume nicht mehr zu retten waren, mußten sie komplett weggenommen werden.“

Jetzt solle der Bereich anderen Gehölzen dienen: „Dort, in der Nähe des Kuhbachs, soll sozusagen bachbegleitend mit einem Erlen- und Eschenwald aufgeforstet werden“, so Nachreiner weiter.

Daß es bei diesen Baumfällungen und dem Transport der Stämme ohne Beschädigung des Weges wohl kaum hätte abgehen können, liegt auf der Hand und regt auch niemanden auf. Was aber für Unmut sorgt, ist, daß inwischen schon Wochen vergangen sind, ohne daß der Weg wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt worden ist.

Dabei stellt sich auch die Frage der Zuständigkeit. Wie Nicole von Rosenzweig, Prokuristin der stadteigenen Ansiedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Soltau (AWS), bestätigt, „gehört der Weg der Stadt.“ Dort sei der Zustand auch nicht unbekannt, Maßnahmen aber noch nicht eingeleitet: „Wir stehen wegen der Wiederherstellung in Kontakt mit dem zuständigen Forstamt.“ Und auch Nachreiner bestätigt: „Wir sind noch im Gespräch, wer das letztlich übernimmt.“

Auf jeden Fall, so von Rosenzweig, solle der Weg aber im Herbst wieder in Ordnung gebracht sein.

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