Türchen werden geöffnet, Buden wieder abgebaut: Adventskalender-Aktion startet, aber Absage für Weihnachtszauber

Wegen aktueller Corona-Lage zieht die Stadt die Reißleine für die geplante Veranstaltung in der Fußgängerzone

Türchen werden geöffnet, Buden wieder abgebaut: Adventskalender-Aktion startet, aber Absage für Weihnachtszauber

„Die Kitas und Grundschulen haben wieder fleißig gemalt“, freut sich Anita Rautenberg. Sie und ihr Kollegin Marion Kreutzer von der Stadtjugendpflege der Stadt Soltau stellten jetzt den diesjährigen Adventskalender vor, an dem sich elf Kindertagesstätten und eine Grundschule mit Bildern und Aktionen beteiligen. Der große Adventskalender steht auch dieses Jahr traditionell am Glockenspiel in der Markstraße der Böhmestadt. Dort am Rondell wird am kommenden Mittwoch das erste Türchen geöffnet. Die Buden in der Fußgängerzone machen hingegen gar nicht erst auf: Bürgermeister Olaf Klang verkündete beim Pressetermin am gestrigen Dienstag: „Es ist sehr schade für alle, aber der Weihnachtszauber wird abgesagt.“

Der Adventskalender ist mittlerweile zur Tradition in der Böhmestadt geworden: Mädchen und Jungen aus Krippen, Kindertagesstätten und Grundschulen gestalten hierfür jedes Jahr weihnachtliche Motive, die sich hinter den Türchen verbergen. Auf den kleinen Tafeln zu lesen ist auch dieses Mal wieder, aus welchen Einrichtungen die Bilder stammen. Und beim Öffnen der Türchen werden erneut Kindergruppen dabeisein und das Ganze jeweils mittwochs um 10.30 Uhr mit einem kleinen weihnachtlichen Rahmenprogramm zelebrieren. Los geht es - natürlich - am 1. Dezember.

„Das erste Türchen wird in diesem Jahr die Kita Wiesenstraße öffnen“, so Rautenberg. Die Adventskalender-Aktion habe auch dieses Mal wieder Unterstützer, ergänzt Kreutzer, über deren Hilfe sich das gesamte Team sehr freue. Die Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG) sei ebenso wieder mit an Bord wie die Händler des Wochenmarktes. Die Weckmänner für die Kleinen backe die Soltauer Bäckerei Scharpak. Als Belohnung für ihr Engagement erhalten die Kinder neben den Leckereien aus dem Ofen auch frisches Obst, das ihnen die Wochenmarktbeschicker spendieren.

Beteiligt haben sich die Kitas Wiesenstraße, Stalmannstraße, „Vergissmeinnnicht“, Lobetalarbeit, Berliner Platz, Luther und St. Johannis sowie „Picconlino“, „Bärenstark“, „Wurzelzwerge“, „Schatzkiste“ und „Böhmezwerge“. Ebenfalls dabei ist die Freundenthal-Grundschule. Letztere gestaltet eine der vier Aktion am Kalender vor Ort, die anderen übernehmen Gruppen der Kindertagesstätten Wiesenstraße, Berliner Platz und St. Johannis. So jedenfalls die Planung: Rautenberg, Kreutzer und Klang hoffen, dass die Aktionen „live“ laufen können - wenn es die Corona-Lage nicht mehr zulasse, so der Bürgermeister, „muss man auch hier die Reißleine ziehen.“

Das hat die Stadt beim Weihnachtszauber bereits getan: Als Ersatz für den „echten“ Weihnachtsmarkt geplant, sollten die mit viel Abstand voneinander aufgebauten Buden Besucher in die Innenstadt locken. „Doch auch so kann man nicht verhindern, dass sich möglicherweise Menschentrauben an einen Stand bilden“, so Klang. Und Besucher könnten auch von außerhalb in großer Zahl nach Soltau strömen, meint der Bürgermeister, denn umliegende Gemeinden hätten ihre Weihnachtsmärkte bereits abgesagt. Somit werde der Weihnachtszauber in Soltau aufgrund der aktuellen Corona-Lage und der steigenden Fallzahlen nicht stattfinden: „Es war eine Entscheidung, die einfach der Situation angepasst ist“, betont der Bürgermeister. Eine zur Zeit noch niedrige Corona-Warnstufe im Heidekreis heiße ja nicht, dass man unbedarft eine höhere riskieren könne. „Letztendlich wollen wir damit auch die Vereine und Institutionen schützen, die die Buden betrieben hätten.“ Und die Absage des Weihnachtszaubers hätten die Beteiligten der Vereine auch verstanden, ergänzt Kreuzer: „Alle haben das verstanden und gut aufgenommen.“

Die Buden - rund ein Dutzend sind in der Fußgängerzone bereits aufgebaut worden - sollen in den kommenden Tagen wieder demontiert und zurück ins Lager gebracht werden. Tannenbäume, Adventsschmuck und alle Lichter bleiben natürlich vor Ort: „Denn“, so Aline Frieling, bei der Stadt zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Social Media, „die Innenstadt soll eine weihnachtliche Atmosphäre bekommen.“

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