Unfallchirurgie ist zurück

Fachabteilung des HKK ab Montag wieder komplett am Standort Soltau

Unfallchirurgie ist zurück

Von Montag, den 16. Dezember, an wird die Fachabteilung Unfallchirurgie und Orthopädie des Heidekreis-Klinikums wieder komplett am Standort Soltau zu finden sein. Geschäftsführer Dr. Achim Rogge erklärt: „Das Heidekreis-Klinikum am Standort Soltau stellt die Not- und Unfallversorgung unter Einhaltung aller neuen Gesetzesvorgaben sicher.“

Über mehrere Monate haben ein großes Projektteam um Dr. Halil Yasar (Chefarzt der Unfallchirurgie), Dusan Trifunovic (Oberarzt der Unfallchirurgie), Stephanie Mohr (Projektassistentin), Olaf Hax (Leitung OP) und Dr. Martina Oldhafer (Leitung Qualitäts- und Changemanagement) den Umzug der Unfallchirurgie von Walsrode nach Soltau vorbereitet. So wurde in Soltau zum Beispiel eine stillgelegte Station wiedereröffnet, dazu die Bettenanzahl auf der Intensivstation erhöht. Trifunovic: „Außerdem gehörte zu dem Projekt selbstverständlich auch, eine chirurgische Notaufnahme mit einem Schockraum zu modernisieren. Zudem wurden auch die stillgelegten Operationssäle modernisiert und wiedereröffnet.“

Chefarzt Yasar: „Die Fachabteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie deckt das gesamte Spektrum operativer und konservativer Behandlungsmöglichkeiten aller unfallbedingten Verletzungen, aber auch der Folgen von Sport- oder altersbedingten Verschleißerscheinungen ab. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Fachabteilung besteht in der Endoprothetik, außerdem ist die Fachabteilung zur Behandlung von Arbeitsunfällen zugelassen.“

Die unfallchirurgische Notaufnahme ist die zentrale Anlaufstelle für Patienten mit Verletzungen aller Schweregrade sowie akuten orthopädischen Erkrankungen. Dr. Yasar: „Wir haben eine ganzjährige Notfallversorgung in der Zentralen Notaufnahme und OP-Bereitschaft und zwar 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.“

In der chirurgischen Notaufnahme werden Patienten mit unterschiedlichsten Verletzungsarten betreut, zum Beispiel: traumatologische, unfallbedingte Erkrankungen, Knochenbrüche, Verstauchungen, Verrenkungen, frische Wunden, Muskelrisse, Sehnenverletzungen, akute Rücken- und Gelenkschmerzen. Auch die Polytraumaversorgung im Rahmen des Schockraummanagements und die Kindertraumatologie mit Versorgung von Brüchen an den Extremitäten (konservativ und operativ) ab dem zweiten Lebensjahr ist nun in Soltau möglich.

Das HKK macht in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich, dass es an beiden Standorten jeweils eine Zentrale Notfallversorgung gibt, um all jene Patienten optimal zu versorgen, die so schwer verletzt sind, dass ihnen in einer Haus- oder Facharztpraxis nicht geholfen werden kann und denen auch die Haus- und Fachärzte im ärztlichen Bereitschaftsdienst nicht helfen können.

Bedenken sollten Patienten, dass die Notaufnahmen in Krankenhäusern vor allem für lebensbedrohliche Notfälle vorgesehen sind wie Verdacht auf Herzinfarkt, Schlaganfall, aber auch schwere Verletzungen, Knochenbrüche, Gelenkverrenkungen und akute Bandscheibenvorfälle mit Lähmungserscheinungen. Mit Erkrankungen und Beschwerden wie Erkältung - auch mit hohem Fieber (höher als 39 Grad), aber auch bei anhaltendem Brechdurchfall, starken Hals- oder Ohrenschmerzen, akuten Harnwegsinfekten, Rücken- oder Bauchschmerzen sollte dagegen ein Haus- oder Facharzt aufgesucht werden oder - außerhalb der Praxiszeiten niedergelassener Mediziner - eine ärztliche Bereitschaftsdienstpraxis, weil sonst die Notaufnahmen überlastet werden.

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