Vier Rockbands live im Hagen | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Open-Air am 19. September in der Innenstadt in Soltau

Vier Rockbands live im Hagen

Wegen extremer Witterungsverhältnisse und personeller Ausfälle war das für den 27. Juni geplante Open-Air Rock im Hagen in Soltau ins Wasser gefallen. Nun wird es an diesem Wochenende, nämlich am 19. September, nachgeholt. Dann wird der Hagen in Soltau zur Rockarena. „Das bereits geplante Line-up bleibt dabei erhalten. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich weiterhin auf einen abwechslungsreichen Abend mit vier Bands und jeder Menge handgemachter Live-Musik freuen“, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter. Und weiter: „Wir haben uns die Entscheidung damals nicht leicht gemacht.“ Die außergewöhnliche Wetterlage und die personellen Ausfälle hätten jedoch „eine Durchführung des Konzerts Ende Juni nicht in der gewohnten Qualität und Sicherheit ermöglicht“. Umso größer sei die Freude, dass ein neuer Termin habe gefunden werden können. Das Konzept bleibt dabei unverändert: Vier Bands, unterschiedliche Spielarten der Rockmusik und eine besondere Konzertatmosphäre mitten im Hagen. Von Metal über Pop-Punk und Emo bis hin zu Nu Metal reicht die musikalische Bandbreite.

Den Konzertabend eröffnet die Band „Another Sunset“, die ursprünglich kurzfristig als Ersatz für die Gruppe „Final Stair“ in das Programm gerückt war und nun auch beim neuen Termin den Abend musikalisch einläuten wird. Mit frischer Energie und mitreißenden Songs sorgt die Formation für den passenden Auftakt.

Anschließend folgt mit „Paranoise“ eine Band, auf deren Rückkehr viele Musikfans aus der Region lange gewartet haben. Die in Soltau gegründete Formation steht nach mehreren Jahren Bühnenabstinenz wieder live auf der Bühne und präsentiert die musikalischen Ergebnisse einer intensiven kreativen Schaffensphase. Während ihrer Auszeit haben die Musikerinnen und Musiker an eigenem Material gearbeitet und dabei unterschiedliche Einflüsse aus dem Metal miteinander verbunden. Atmosphärische und melancholische Passagen treffen auf druckvolle Riffs und groovende Rhythmen. Auch inhaltlich zeigt sich die Gruppe „Paranoise“ vielseitig: Die Texte beschäftigen sich unter anderem mit persönlichen Emotionen, gesellschaftlichen und politischen Themen sowie mit Kunst und Kreativität. Die Wurzeln der Band reichen mehr als zehn Jahre zurück. Hervorgegangen ist sie aus der Heidekreis-Musikschule. Nach rund acht Jahren kehrt die Band nun auf die Bühne zurück. Aktuell besteht „Paranoise“ aus Frontfrau Maria Neumann, den Gitarristen Lennard Blackstein und Erik Brun, Schlagzeugerin Kim Hockun sowie Bassist Luca Bublak.

Mit der Band „Goose Park“ übernimmt danach eine junge Band aus Nordrhein-Westfalen die Bühne. Die Musiker aus Münster und Unna verbinden Pop-Punk und Emo mit eingängigen Melodien, energiegeladenem Sound und persönlichen Texten. In ihren Songs geht es um Beziehungen, mentale Gesundheit und die großen und kleinen emotionalen Dramen des Lebens. Musikalisch orientiert sich „Goose Park“ an den Pop-Punk-Klängen der Jahre um 2010 und verbindet deren Energie mit einem modernen und eigenen Sound. Die Gruppe arbeitet vollständig in Eigenregie. Die 2024 erschienene EP „Mouth Wide Open“ wurde komplett selbst produziert. Mit der Single „Falling“ machte die Formation ebenso auf sich aufmerksam wie mit späteren Veröffentlichungen, darunter „Staying Sober Failed“. Dass die Gruppe vor allem live ihre Stärken ausspielt, bewies sie bereits bei zahlreichen Auftritten. Als Support der Donots bei deren 30-jährigem Jubiläumskonzert in Ibbenbüren sorgten die vier Musiker ebenso für Aufmerksamkeit wie bei den Stadtgartenkonzerten in Bonn, dem Youth Brigade Festival in Dortmund und dem „Laut und Lästig“- Open-Air in Kamen. Eine restlos ausverkaufte Release-Show im Dortmunder Subrosa unterstrich zusätzlich das Potenzial der jungen Formation. Mit Marco (Gesang/Gitarre), Jonas (Gitarre), Toby (Bass) und Konzo (Schlagzeug) stehen vier Freunde auf der Bühne, die aus der gemeinsamen Freude am Musikmachen eine ambitionierte Liveband entwickelt haben.

Für den krönenden Abschluss sorgen die Musiker der Band „Nu Kidz“. Die sechs Musiker aus der Lüneburger Heide haben sich dem Nu Metal verschrieben und nehmen ihr Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise in die späten 1990er- und frühen 2000er-Jahre. „Jumpdafuckup!“ – so lautet das Motto der Band. Und genau diese Energie soll auch beim Rock im Hagen auf das Publikum überspringen. Die „Nu Kidz“ bringen die großen Hymnen einer Generation zurück auf die Bühne und lassen mit Songs von Limp Bizkit, Linkin Park oder Papa Roach Erinnerungen an Skateboards, Baggy Pants und die ersten großen Konzerterlebnisse wieder aufleben. Dabei geht es der Band nicht um eine bloße Aneinanderreihung bekannter Songs. Die Titel werden mit großer Leidenschaft und möglichst nah am Original gespielt. Nostalgie, musikalische Wucht und die gemeinsame Begeisterung für Nu Metal stehen im Mittelpunkt der Live-Shows.

Der Stadtjugendring, die Stadtjugendpflege und auch alle beteiligten Vereine sowie die diesjährigen Sponsoren freuen sich darauf, wie es in der Ankündigung heißt, „das Publikum nach der Verschiebung nun endlich im Hagen begrüßen zu können und gemeinsam einen energiegeladenen Abend mit guter Musik zu feiern.“