Vorsichtige Öffnung

Spielmuseum und Filzwelt starten Betrieb mit besonderen Angeboten

Vorsichtige Öffnung

Eigentlich ist die 365-Tage-Öffnung ein Markenzeichen von Spielmuseum und Filzwelt. Die pandemie-bedingte Zwangspause war deshalb eine neue Situation für die zwei Soltauer Institutionen. Nach rund acht Wochen Zwangspause haben beide Einrichtungen ihre Türen mittlerweile wieder für den Besucherbetrieb geöffnet - vorsichtig, unter Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln, aber auch mit besonderen Angeboten.

Für Spielmuseum und Filzwelt gleichermaßen gelten bis auf Weiteres Kernöffnungszeiten für den allgemeinen Besucherbetrieb: jeden Nachmittag von 14 bis 18 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten kann vormittags zwischen 10 und 14 Uhr oder am frühen Abend zwischen 18 und 20 Uhr eine exklusive Museumsstunde vereinbart werden: das „Museums-Solo“. Zusätzliche Kosten entstehen nicht, lediglich eine Anmeldung per Mail (info@spielmuseum-soltau.de beziehungsweise info@filzwelt-soltau.de) oder Telefon, (05191) 82182 für das Spielmuseum, (05191) 9737582 für die Filzwelt), ist nötig - möglichst zwei Tage im Voraus. So kommen die Gäste in den Genuss, das Haus einmal garantiert ganz für sich (und gegebenenfalls für Mitglieder des eigenen Hausstandes) zu haben. Und für Personen aus Risikogruppen eröffnet sich so die Chance auf einen möglichst sorgenfreien Museumsbesuch. In der Filzwelt ist das 1. Obergeschoss derzeit ausschließlich im Rahmen des Museums-Solos zugänglich.

Im Spielmuseum wurde die Schließzeit unter anderem genutzt, um zahlreiche Vitrinen umzugestalten und teilweise noch nie gezeigte Exponate in die Ausstellung zu integrieren. So füllen nun farbenprächtig handkolorierte Papierfiguren aus den 1840er Jahren einen Stand im Erdgeschoss: von der artistischen Kunstreitergesellschaft mit Bewegungsmechanismen bis zum humoristischen Gesichterverwandlungsspiel. Im ersten Obergeschoss gewährt eine original ausgestattete Küche aus Schweizer Familienbesitz Einblick in die Haushaltsführung vor 150 Jahren. Und im Dachgeschoss weckt ein stilechter Kinderkaufladen der 1950er Jahre mit Melitta-Geschirr im Farbenmix Erinnerungen. Dies und mehr kann nun im Stammhaus in der Poststraße 7 angeschaut werden. Das Museums-Solo bietet zudem Raum, darüber mit den Museumsfachleuten ins Gespräch zu kommen.

In der Filzwelt-Dachgeschossgalerie wird die Fotoausstellung „Wasser ist Leben“ der Pixelwerkstatt bis einschließlich 5. Juni verlängert: Faszinierende Nahaufnahmen und eindrucksvolle Panoramamotive, Alltagsszenen und ungewöhnliche Perspektiven - Wasser in seiner ganzen Vielfalt ist in der Bilderschau zu bewundern. Ausstellungsgäste haben die Möglichkeit, ihre Favoriten zu benennen - und mit etwas Glück bei einer Verlosung im Juni ihr persönliches Lieblingsmotiv zu gewinnen.

Blumenkinder und Frühlingselfen entstehen am kommenden Mittwoch, dem 20. Mai, von 18.30 bis 21 Uhr in der Filzwelt: Als weiche und federleichte Wesen schweben die zarten Wollelfen durch die Luft. Aus feinem Kammzug gewickelt und gebunden, gewinnen sie Gestalt.

In der Folgewoche, am Dienstag, dem 26. Mai, stehen von 18.30 bis 21 Uhr transparente Windlichthüllen auf dem Programm. In Nassfilztechnik werden hauchdünne Filze kreiert, die das Kerzenlicht durch gläserne Windlichter schimmern lassen. Auch für kleine, zylinderförmige Tischleuchten oder Nachttischlampen können passende Filzhüllen mit interessanten Durchscheineffekten gestaltet werden. Die filzende Wolle lässt immer wieder neue, überraschende Strukturen entstehen.

Anmeldung und nähere Informationen unter Telefon (05191) 9737582 oder per E-Mail an filzen@filzwelt-soltau.de

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