Corona-Krise: 19 Soldatinnen und Soldaten unterstützen im HKK

Weitere Amtshilfe der Bundeswehr für den Heidekreis

Corona-Krise: 19 Soldatinnen und Soldaten unterstützen im HKK

Seit 9. November dieses Jahres sind 19 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, darunter acht ausgebildete Notfallsanitäter, im Heidekreis-Klinikum (HKK) im Einsatz und unterstützten das Personal des Klinikums in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) sowie auf den Stationen. In Absprache mit dem HKK-Geschäftsführer Dr. Achim Rogge hatte Landrat Manfred Ostermann Amtshilfe bei der Bundeswehr über das Kreisverbindungskommando (KVK) beantragt, das seit 23. März in der Kreisverwaltung in Bad Fallingbostel unter Führung von Oberstleutnant Bernhard Wein im Dauereinsatz ist.

Wie der Landkreis Heidekreis in einer aktuellen Mitteilung berichtet, sind jeweils vier Sanitätsfeldwebel, ausgebildet als Notfallsanitäter, in den ZNA der beiden Krankenhäuser tätig. Das Pflegepersonal des Klinikums wird nun teilweise herausgelöst und im Bereich Intensivstation eingesetzt. Die vier Notfallsanitäter im Krankenhaus Walsrode kommen vom „Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst“ aus Leer in Ostfriesland. Die vier in Soltau eingesetzten Kräfte gehören den „Sanitätsstaffeln Einsatz“ aus Bergen sowie Munster an und unterstehen dem von Oberstarzt Dr. Frohse geführtem Sanitätsunterstützungszentrum Munster. Zusätzlich sind auf den Stationen elf Soldaten vom Panzergrenadierlehrbataillon 92 Munster als Hilfskräfte außerhalb der professionellen Pflege eingesetzt. Sie entlasten die Pflegekräfte zum Beispiel beim Verteilen der Mahlzeiten und bei Boten- und Aufräumdiensten.

Am 10. November kamen Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr aus Berlin, sowie Kapitän zur See Berend Burwitz, Kommandeur Landeskommando Niedersachsen aus Hannover, zum Dienstaufsichtsbesuch in den Heidekreis. Nach einem gegenseitigem Erfahrungsaustausch mit Landrat Manfred Ostermann, HKK-Geschäftsführer Dr. Rogge, Pflegedirektorin Meike Heins und KVK-Leiter Oberstleutnant Bernhard Wein besuchte Generalmajor Breuer die im Krankenhaus Walsrode eingesetzten Soldaten, um sich vor Ort ein Bild der Lage machen zu können.

Das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin ist der operative Arm für territoriale Einsätze der Streitkräfte im Inland. Herzstück des Kommandos ist die Operationszentrale, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit ist. Im Normalbetrieb werden hier Meldungen über relevante territoriale Ereignisse, Wetter- und Umweltdaten gesammelt und ausgewertet, um ständig ein aktuelles bundesweites Lagebild zu haben. Kommt es, wie jetzt während der Corona-Pandemie, zu Hilfeleistungseinsätzen, werden die Anträge auf Hilfeleistung, die von den betroffenen Landeskommandos koordiniert und vorgelegt werden, hier geprüft und bewertet, um verfügbare militärische Kräfte schnell in Verbindung zu zivilen Organisationen vor Ort treten zu lassen und effektiv und schnell helfen zu können.

Neben den Soldatinnen und Soldaten im Heidekreis-Klinikum sind weiterhin zwei Unterstützungstrupps mit jeweils drei Soldaten vom Artillerielehrbataillon 325 aus Munster sowie dem „Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst“ aus Leer beim Gesundheitsamt des Heidekreises in der Kontaktnachverfolgung und Abstrichnahme von Corona-Verdachtsfällen tätig.

Das Kreisverbindungskommando Heidekreis ist zudem in der Betreuung der Sanitätsmittellager des Heidekreises sowie des Landes Niedersachsen in einer bewachten militärischen Liegenschaft der Bundeswehr eingesetzt, um die Krankenhäuser, Pflegeheime, Arzt- und Therapiepraxen bei Versorgungsengpässen auf dem freien Markt schnell mit persönlicher Schutzausstattung wie FFP2-Masken oder Schutzhandschuhen versorgen zu können. Im November hat sich hier die Nachfrage im Vergleich zum Vormonat verdoppelt.

Insgesamt leisten aktuell 27 Bundeswehrsoldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Unterstützung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für die Menschen im Heidekreis.

Logo