Erste HKK-Mitarbeiter geimpft

Höchste Priorität: Notaufnahme, Intensiv- und Isolierstation

Erste HKK-Mitarbeiter geimpft

Am Montag den 11. Januar, wurden im Heidekreis-Klinikum an den Standorten Soltau und Walsrode die ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Intensivstationen, Notaufnahmen und den Isolierstationen gegen Corona geimpft. Das sind die Bereiche in Krankenhäusern, die laut Impfverordnung der Bundesregierung zur höchsten Priorität gehören.

Geschäftsführer Dr. med. Achim Rogge freute sich, „dass wir, nach und nach, für eine noch größere Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeitenden und auch deren Angehörigen sorgen können.“ Selbstverständlich blieben alle im HKK getroffenen Schutzvorkehrungen, wie zum Beispiel die Testung aller Patienten, die aufgenommen werden, sowie die wöchentliche Routine-Testung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die patientennah arbeiten, vor allem aber das Einhalten der AHA-Regeln in Kraft. Rogge erklärte am Montag: „Heute konnten rund 160 Mitarbeitende geimpft werden.“ 314 Mitarbeitende des Heidekreis-Klinikums fallen unter die Kategorie „höchste Priorität“.

Wie die Pressesprecherin des Heidekreisklinikums berichtete, zählte zu den ersten Geimpften Ärztin Dr. med. Mira Moser. Sie habe erklärt, dass sie nicht lange zögerte, als sie gefragt wurde, ob sie sich impfen lasse: „Für mich war klar, dass ich mich so schnell wie möglich impfen lassen sollte. Ich arbeite als Ärztin in der Notaufnahme und habe hier erleben müssen, dass diese Erkrankung und ihre Folgen schwer einschätzbar sind, dass sie auch junge Menschen schwer betreffen kann.“ Die Ärztin unterstrich, dass sie etwa „einen jungen Mann, Anfang 20, behandeln musste, der - durch das Coronavirus ausgelöst - schwere Krampfanfälle erlitt. Nach Abwägung aller Erkenntnisse schätze ich das Risiko einer Corona-Erkrankung mit allen Folgen wesentlich höher ein als die Risiken einer Impfung.“

Auch Sabine Tessmann sei, so die HKK-Pressesprecherin, froh, nun geimpft zu sein: „Ich arbeite im Stationssekretariat der Isolierstation. Meine Eltern leben noch bei uns Zuhause, sie sind vorerkrankt und älter. Es beruhigt mich, dass ich nun einen weiteren Schritt tun konnte, um sie noch besser schützen zu können.“ Tessmann habe weiter berichtet, dass ihre erst 25 Jahre alte Cousine in Frühjahr an Covid-19 erkrankt gewesen sei, „sie wird wohl bleibende Schäden an ihrer Lunge behalten. Das Virus kann für Alt und Jung gefährlich sein.“

Timo Ahrens, Fachpfleger auf der Intensivstation, habe sich, so die Pressesprecherin, ebenfalls impfen lassen uns sich gefreut, dass die Impfungen sozusagen auf kurzem Wege direkt im Krankenhaus stattfinden konnten. „Für die Kolleginnen und Kollegen im HKK ist dieser Impfstoff seit der ersten Welle im vergangenen Frühjahr wie eine Art Hoffnungsschimmer, der nun greifbar ist“, meinte Ahrens. Und er beruhigte: „An alle, die Angst vor dem Schmerz haben: Es tut nicht mehr weh als andere Impfungen, die wir schon kennen.“

Grundsätzlich sei eine hohe Impfbereitschaft im Heidekreis-Klinikum zu verzeichnen, so Rogge: „Es gibt keine Impfpflicht. Wir werben wir bei unseren Mitarbeitenden darum, dass sie sich impfen lassen: Es muss einfach alles getan werden, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Aber eines muss allen, die geimpft sind, auch weiterhin bewusst sein: Alle Abstands- und Hygieneregeln müssen weiterhin eingehalten werden!“

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