Heidekreis-Klinikum: „Lage in allen Bereichen angespannt“

Aufgrund der Corona-Lage gibt es weiterhin nur ein stark eingeschränktes Besuchsrecht

Heidekreis-Klinikum: „Lage in allen Bereichen angespannt“

„Lockerungen im Heidekreis-Klinikum, wie zum Beispiel das Aufheben des Besuchsstopps - von Ausnahmen abgesehen - sind weiterhin nicht möglich“, teilte soeben das Heidekreis-Klinikum mit. Die Verantwortlichen bitten die Bevölkerung um Verständnis. Professor Dr. Frank Schmitz, Ärztlicher Direktor: „Wir müssen das Krankenhaus, die Patienten und nach natürlich auch die Mitarbeiter vor unkontrollierter Durchseuchung durch die fünfte Welle der Infektion schützen. Das gebietet der Versorgungsauftrag.“

Aktuell werden im Heidekreis-Klinikum, an beiden Standorten, mehr Menschen versorgt, die an Covid-19 erkrankt sind, als je zuvor. Laut HKK-Sprecherin Nina Bernard liegen auf den Isolierstationen an beiden Krankenhäusern durchschnittlich bis zu 40 Covid-19-Patientinnen und -Patienten. Hinzu kämen noch einige Covid-19-Patientinnen und -Patienten, die das HKK-Team auf den Intensivstationen behandele.

„Die Lage in unserem Heidekreis-Klinikum ist, durch die hohen Zahlen von infizierten Patientinnen und Patienten, aber auch durch erkrankte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in allen Bereichen angespannt,“ erklärt Schmitz. „Wir können den Regelbetrieb noch aufrecht erhalten, mussten noch keine Operationen absagen,“ so der Ärztliche Direktor, „aber um dies weiterhin möglichst sicherstellen zu können, muss das Heidekreis-Klinikum noch für Besucherinnen und Besucher geschlossen bleiben.“

Die momentan hohe Ansteckungsrate mache „natürlich auch nicht vor dem Heidekreis-Klinikum halt“, ergänzt Pflegedirektorin Meike Heins. Dennoch, so versichern der Ärztliche Direktor und die Pflegedirektorin gemeinsam, sei die angespannte Lage momentan „gut beherrschbar“. Heins: „Es ist aber wichtig - für das Wohlergehen unserer Patientinnen und Patienten, aber auch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dass dies weiterhin so bleibt.“ Deshalb habe der Corona-Krisenstab in seiner Sitzung am 21. März beschlossen, das allgemeine Besuchsverbot erst einmal bis zum 6. April zu verlängern. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht einfach gemacht: Wir wissen, was diese Einschränkung für die uns anvertrauten Patienten, aber auch deren Angehörigen, bedeutet. Aber das allerwichtigste ist, dass das Heidekreis-Klinikum für die Bevölkerung weiterhin handlungsfähig bleibt“, unterstreicht Schmitz.

Weiterhin gelten folgende Ausnahmeregelungen während des Besuchsverbots, die dafür geltenden Voraussetzungen stehen in den Klammern:

  • Intensivstationen, bei Patienten, die sich im Sterbeprozess befinden (2G+)

  • Palliativstation (2G+)

  • Begleitung auf der Kinderstation (ein Angehöriger, 3G mit täglicher Testung, wenn ungeimpft; sonst regelhaft zweimal pro Woche)

  • Begleitung von Kindern auf der Chirurgie 3B bis zehn Jahre (ein Angehöriger, 3G mit täglicher Testung, wenn ungeimpft; sonst regelhaft zweimal pro Woche)

  • Geburtsstation: Eine feste Begleitperson, zum Beispiel der werdende Vater, ist bei der Entbindung und den Besuchen davor und danach erlaubt. Nur bei der Geburt ist es einer Begleitperson erlaubt, mit tagesaktuellem Test auch ungeimpft während der Geburt dabei zu sein. Besuche davor und danach sind nur mit 2G+ für die eine feste Begleitperson erlaubt.

  • Angehörige mit Termin zum Arztgespräch (2G+)

  • Individuelle Regelungen in Härtefällen: Für Patienten, die Kontakt zu Angehörigen dringend benötigen, wie zum Beispiel an schwerer Demenz Erkrankte, kann eine gesonderte Besucherregelung beschlossen werden (2G+). Dies ist jedoch immer mit dem Chefarzt der Abteilung und der Pflegedirektion beziehungsweise stellvertretenden Pflegedirektion abzustimmen.

Diese Besucherinnen und besucher mit Ausnahmegenehmigung müssen während des gesamten Aufenthaltes in den Krankenhäusern stets eine FFP-2-Maske tragen und die Hygieneregeln beachten. Zudem müssen sich alle Besucher an der Information des HKK an- und auch wieder abmelden.

Geschäftsführer Dr. Achim Rogge zur Situation: „Der Corona-Krisenstab hofft, dass die Infektionszahlen nicht weiter in die Höhe schnellen, sondern sich die Lage entspannt. Wir alle können dazu beitragen, wenn wir weiterhin FFP2-Masken tragen, Abstandsregelungen und Hygienevorschriften einhalten. Natürlich hoffen wir, dass wir das Besuchsverbot bald aufheben können. Bitte nutzen Sie bis dahin die Möglichkeit, mit Menschen, die bei uns im Krankenhaus sind, via zum Beispiel Skype oder WhatsApp in Kontakt zu kommen. Selbstverständlich ist unser Patienten-WLAN nach wie vor kostenfrei.“

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