Mit zwei Informationsveranstaltungen zu Vorhofflimmern beteiligt sich das Heidekreis-Klinikum (HKK) sich an den Herzwochen 2026 der Deutschen Herzstiftung. Dabei geht es am Mittwoch, dem 11. November, um die Frage: „Ist das Herz aus dem Takt?“ Bei den Veranstaltungen in Soltau und Walsrode klären die Kardiologen über Vorhofflimmern auf. In Soltau sind als Referenten Dr. Mira Moser, Oberärztin der Kardiologie, und Gunter Hornung, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, von 15 bis 17 Uhr im Heidekreis-Klinikum am Oeninger Weg 30, Raum „Hamburg“ zu Gast. Anmeldungen sind nicht erforderlich, Interessierte können einfach vorbeikommen, der Eintritt ist frei. Für die Teilnahme am Informationsabend ab um 19 Uhr im Forum der Volkshochschule (VHS) Heidekreis in Walsrode, Kirchplatz 7, mit den Referenten Dr. Andrea Hartmann, Chefärztin der Inneren Medizin und Kardiologie, und Feras Osman, Leitender Oberarzt der Kardiologie, ist eine Anmeldung über die VHS Heidekreis erforderlich.
„Herzrasen, Herzstolpern oder Atemnot können Anzeichen für Vorhofflimmern sein. Die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung bleibt allerdings bei manchen Menschen lange unbemerkt – mit möglichen Folgen für die Gesundheit“, so die Ankündigung des HKK, das die Aktion in Walsrode in Kooperation mit der VHS ausrichtet. Wie Vorhofflimmern erkannt und behandelt werden kann, erklären Kardiologen des Heidekreis-Klinikums bei beiden kostenlosen Informationsveranstaltungen in Soltau und Walsrode. „Die Vorträge richten sich an Betroffene, Angehörige und alle, die mehr über die Erkrankung erfahren möchten“, lädt das HKK ein.
Zur Erklärung: „Bei Vorhofflimmern geraten die elektrischen Impulse im Herzen aus dem Takt. Die Herzvorhöfe ziehen sich nicht mehr geordnet zusammen, der Herzschlag wird unregelmäßig und kann sich beschleunigen. Während manche Betroffene Herzrasen, Herzstolpern oder Atemnot verspüren, bemerken andere die Rhythmusstörung zunächst gar nicht. Unbehandelt kann Vorhofflimmern das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen, weil sich Blutgerinnsel im Herzen bilden können“, so die Mediziner des HKK.
Wie lässt sich Vorhofflimmern erkennen und welche Untersuchungen sind notwendig? Die Kardiologen erklären, wie die Herzrhythmusstörung diagnostiziert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen: „Bei der medikamentösen Therapie geht es zum einen darum, die Herzfrequenz zu kontrollieren oder den normalen Herzrhythmus zu erhalten. Zum anderen können blutgerinnungshemmende Medikamente das Schlaganfallrisiko senken. Eine weitere Möglichkeit ist die Kardioversion: Dabei wird versucht, den normalen Herzrhythmus mithilfe von Medikamenten oder einem kontrollierten elektrischen Impuls wiederherzustellen.“
Bei der Katheterablation veröden Ärzte gezielt jene Bereiche im Herzen, von denen die fehlerhaften elektrischen Impulse ausgehen. Welche Behandlung infrage kommt, hängt unter anderem von den Beschwerden und dem individuellen Gesundheitszustand ab.
Auch der Lebensstil spiele eine Rolle, sind sich die Experten einig: „Neben der medizinischen Behandlung können Betroffene selbst dazu beitragen, das Auftreten von Vorhofflimmern zu beeinflussen. Körpergewicht, regelmäßige Bewegung, Alkoholkonsum und Blutdruck spielen dabei eine wichtige Rolle.“ Die Vorträge geben einen Überblick über die Erkrankung und zeigen auf, welche Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung bestehen.