Offener Brief zu Heidekreis-Klinikum

Standortdiskussion: HKK-Betriebsrat meldet sich zu Wort

Offener Brief zu Heidekreis-Klinikum

Mit einem Brief an die Öffentlichkeit haben sich jetzt Betriebsrat und Jugendarbeitnehmervertretung (JAV) des Heidekreis-Klinikums (HKK) zu Wort gemeldet. Im Mittelpunkt des Schreibens stehen angesichts eines möglichen Bürgerentscheids zu einem neuen HKK-Standort die „Sorgen um die Zukunft unseres Unternehmens, um die Arbeitsplätze unserer Kolleginnen und Kollegen und damit unmittelbar verbunden auch um die umfassende Versorgung unserer Patienten.“ Unterzeichnet ist der offene Brief von Anke Wolters–Rengstorf, Betriebsratsvorsitzende, und Nicolai Roggon, JAV-Vorsitzender.

Darin heißt es: „Unser Arbeiten wird in Zukunft ein noch kreativerer Prozess sein: Jede Entscheidung die wir heute treffen, stellt eine Weiche für die Zukunft und ist der Anfang einer neuen Richtung. Ohne Veränderung gibt es keine Weiterentwicklung. Stillstand ist Rückschritt“

Gerade in unserer Branche herrscht ein enormer Fachkräftemangel. Es wird immer schwieriger, neue Kolleginnen und Kollegen für fast alle Berufsgruppen im Krankenhaus in unsere ländliche Umgebung zu gewinnen. Ärzte und Pflegekräfte, um nur einige Beispiele zu nennen, suchen Arbeitgeber, die ihnen ein modernes Umfeld bieten, in dem sie sich weiterentwickeln können und sich langfristig binden. Baulich lässt sich vieles nicht mehr an unseren alten Standorten modernisieren beziehungsweise optimieren. Dadurch sind unsere Kolleginnen und Kollegen Mehrbelastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt und lassen das Heidekreis-Klinikum als Arbeitgeber im Vergleich zu anderen Kliniken unattraktiv wirken. Abwanderungen und Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung sind die Folge.

Sollte der Bürgerentscheid einen Neubau verhindern, ist die Chance vertan, ein modernstes Krankenhaus für die nächsten Generationen zu bauen. Es ist dann nicht mehr möglich, für unsere PatientInnen die Sicherheit und Versorgung nach den neusten medizinischen und pflegerischen Erkenntnissen zu erhöhen. Die Einführung von neuen medizinischen Angeboten für den Landkreis ist dann nahezu nicht mehr gegeben.

Wir, der Betriebsrat und die Jugendarbeitnehmervertretung, wünschen uns ein zukunftsfähiges Gesamtklinikum für den Heidekreis in Bad Fallingbostel!

Einen zentralen Punkt für eine gesicherte Versorgung mit aktuellster medizinischer Ausstattung. Einen sicheren Arbeitsplatz für mehr als 1.000 Kolleginnen und Kollegen unter kommunaler Trägerschaft. Ein Klinikum, in dem unsere Auszubildenden nach den neuesten Erkenntnissen und Standards ausgebildet werden und zusammen mit den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen unserem Unternehmen erhalten bleiben. Um gemeinsam alle Patienten auf höchstem Niveau versorgen zu können.“

Der offene Brief endet mit einem Appell: „Unser Wunsch muss Wirklichkeit werden: Unterstützen Sie ein neues Gesamtklinikum am Standort Bad Fallingbostel!“

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