Testphase: HKK freut sich in einigen Bereichen wieder auf Besuch

Heidekreis-Klinikum: Gesundheitsamt gibt grünes Licht für Besucherkonzept

Testphase: HKK freut sich in einigen Bereichen wieder auf Besuch

„Wir wissen, dass es für unsere Patientinnen und Patienten nur schwer erträglich ist, keinen Besuch bekommen zu dürfen“, betont Dr. Achim Rogge, Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums: „Da die Inzidenzwerte im Landkreis kontinuierlich sinken, konnte der Corona-Krisenstab nun ein coronakonformes Besucherkonzept entwickeln.“ Für dieses habe das Gesundheitsamt des Landkreises grünes Licht gegeben, „so dass wir damit starten können.“ Um weder Patientinnen und Patienten noch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gefährden, startet an beiden Standorten in ausgewählten Stationen eine 14-tägige Testphase. Dazu Rogge: „So können wir überprüfen, ob unser Konzept auch im Stationsalltag ‚besteht‘ oder ob wir noch kleine Anpassungen vornehmen müssen. Nach der Testphase wollen wir bestenfalls unser Besucherkonzept auf alle Stationen im Heidekreis-Klinikum ausweiten. Unser Ziel ist es, bereits Anfang Juni jede Station für Besuch zu öffnen.“

Welche Bereiche werden nun für Besuch an den beiden HKK-Standorten geöffnet? In Soltau wird das coronakonforme Besucherkonzept zuerst auf der Station 2A der Geriatrie (Altersmedizin) und auf der Station 3B der Unfallchirurgie gestartet. In Walsrode dürfen die Patientinnen und Patienten der psychiatrischen Stationen A1, D0 und D1, aber auch die Patientinnen und Patienten der Gynäkologie/Geburtshilfe, Station A2, ab 17. Mai in der Zeit von 15 bis 17 Uhr Besuch bekommen.

Wer Patienten in einer der genannten Stationen besuchen möchte, meldet sich direkt persönlich an der Information an und teilt seinen beziehungsweise ihren persönlichen Besuchswunsch mit. Benötigt wird ein Attest einer offiziellen Teststation, das bescheinigt, dass der Test am Besuchstag durchgeführt wurde und negativ ausgefallen ist. Eine Auflistung von Teststationen, die kostenfrei Tests durchführen unter dem Link https://www.heidekreis.de/home/gesundheit-soziales/gesundheit-veterinaerwesen/coronavirus.aspx. Dort müssen sie auf die Mitteilung vom 30. April 2021 „Kostenfreie Schnelltestmöglichkeiten“ klicken. Ausgenommen von dieser Regelung sind Personen, die bereits zweifach geimpft sind und nach deren Zweitimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind und die einen Impfausweis oder ein Attest eines Arztes vorweisen. Gleiches gilt für vollständig Genesende, deren Infektion mindestens vier Wochen zurückliegt und die wiederum entweder eine ärztliche Bescheinigung oder ein negatives PCR-Testergebnis, das nicht älter als ein halbes Jahr sein darf, vorweisen können.

Der Besucher beziehungsweise die Besucherin erhält eine neue FFP2-Maske. Die Tragepflicht für die FFP2-Maske gilt dann für den gesamten Aufenthalt im Klinikum. Die Tragepflicht für die FFP2-Maske gilt ab hier für alle Getesteten, Geimpften, Genesenen und auch für „von der Maskenpflicht Befreite“ während des gesamten Aufenthaltes im Klinikum.

Das HKK arbeitet mit der „luca-App“. „Wir bitten darum, dass die Besucherinnen und Besucher diese App bereits vor dem Eintreten auf dem Handy installiert haben, um sich damit bei uns unkompliziert anmelden zu können“, erklärt Carsten Schedwill, stellvertretender Pflegedirektor am Standort Walsrode. „Mit der App kann man beim Betreten des Krankenhauses an der Information mit seinem generierten QR-Code einchecken - und unsere Häuser auch eigenständig Verlassen, beziehungsweise via ‚luca-App‘ auschecken.“ Denny Oberüber, stellvertretender Pflegedirektor am Standort Soltau, ergänzt: „Der Besucher beziehungsweise die Besucherin erhält ein Hinweisblatt zur Einhaltung der im HKK geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.“ Oberüber verweist ebenfalls nachdrücklich auf die Pflicht, während der Besuchszeit die vom HKK zur Verfügung gestellte neue FFP2-Maske zu tragen.

Selbstverständlich müssen auch andere Hygieneregeln, so zum Beispiel die Abstandsregel und „Niesetikette“, eingehalten werden. Wer kein Smartphone hat, muss sich über Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HKK an den Informationen manuell in der App registrieren lassen.

Der Zeitraum, in dem Besuche gestattet werden können, ist von 15 bis 17 Uhr festgelegt. Pflegedirektorin Meike Heins: „Auf den psychiatrischen Stationen werden maximal drei Besucherinnen und Besucher, auf den anderen Stationen maximal acht gleichzeitig zugelassen. Pro Zimmer und Patient ist nur ein Besuch möglich. Deshalb haben wir die Besuchszeit auf eine Stunde begrenzt. So ermöglichen wir, dass in einem Zweibettzimmer der „Bettnachbar“ ebenfalls Besuch bekommen kann.“ Arztgespräche sollen weiterhin telefonisch erfolgen.

Ein Tipp des Heidekreis-Klinikums: Interessierte sollten sich mit der Person, die sie im Krankenhaus besuchen wollen, abstimmen. Dann nämlich können sich auch die Patienten untereinander abstimmen, wer wann Besuch erhält, so dass die Besucher möglichst nicht warten müssen.

Und wie kann das HKK ausschließen, dass sich nicht doch zu viele Besucher auf den Stationen und beziehungsweise oder in den Zimmern befinden? Beim Einchecken über die „luca-App“ ist sichtbar, wie viele Besucher bereits die Station betreten haben. Ist die maximale Besucherzahl erreicht, wird der Besucher gebeten, im Wartebereich in der Eingangshalle zu warten. Das Personal an der Information teilt dem Stationspersonal den Besuchswunsch mit, so dass dieses regulierend tätig werden kann. Somit erfolgt die Einhaltung der maximalen Besucherzahl auf der jeweiligen Station bereits an den Informationen. Deren Personal kündigt jeden Besuch auf Station telefonisch an. Dies dient als Kontrollinstrument, falls zwei Besucher gleichzeitig in ein Patientenzimmer möchten. Falls zwei Besucher zur selben Zeit im Krankenhaus sind, muss einer im in der Eingangshalle in einem eingerichteten Bereich warten. Das Stationspersonal gibt an der Information Bescheid, wenn der Besucher oder die Besucherin auf Station kommen kann. Erst dann checkt er beziehungsweise sie über die „luca-App“ ein, so dass auch erst dann die Besuchszeit von maximal einer Stunde beginnt.

HKK-Geschäftsführer Rogge: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Patientinnen und Patienten nun endlich wieder ihre Angehörigen, Menschen, die ihnen am Herzen liegen, persönlich treffen können - und nicht länger auf Skype, WhatsApp und Co. setzen müssen.“ Das gesamte Team des Klinikums bitte alle, die zu Besuch kämen, sich an die Hygieneregeln zu halten, „damit wir so schnell wie möglich alle Stationen für Besuch öffnen können.“

Logo