Weiterhin Einschränkungen

E-Mail-Verkehr mit dem Finanzamt: Keine Hyperlinks und Office-Anhänge

Weiterhin Einschränkungen

Das Finanzamt Soltau ist, wie der Leiter der Behörde Jörg Zimmermann mitteilt, von den Schutzmaßnahmen der Landesverwaltung in Zusammenhang mit der Schadsoftware „Emotet“ betroffen. Daher verweist das Finanzamt auf eine Informationen aus dem Niedersächsischen Finanzministerium.

Das Finanzministerium teilt mit, dass derzeit auf Grund der aktuellen verschärften Bedrohungslage durch die Schadsoftware „Emotet“ der E-Mail-Verkehr mit der niedersächsischen Finanzverwaltung und insbesondere mit den Finanzämtern erheblich eingeschränkt ist. Betroffen sind E-Mails, die von außerhalb des Landesnetzes an die Finanzverwaltung gerichtet sind und MS-Office-Anhänge, wie etwa Word-, Excel- oder Power-Point-Dokumente, enthalten. Gleiches gilt für E-Mails, die mit einem Hyperlink versehen sind und durch „Anklicken“ auf eine Web-Seite führen. Solche Hyperlinks können unter anderem auch in der Signatur des Absendenden enthaltene Hinweise auf die Webseite des eigenen Unternehmens oder der eigenen Kanzlei sein.

Diese E-Mails werden nicht zugestellt, da die Gefahr besteht, dass über diese Wege unerkannt Schadsoftware übermittelt wird. Diese Sperre ist jedoch für den Absender nicht erkennbar. „Dies führt zu massiven Kommunikationsstörungen zwischen Bürger/Unternehmen und Finanzamt und belastet damit die für uns übliche Serviceorientierung“, betont Zimmermann.

Die bestehenden Einschränkungen betreffen alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die sich per E-Mail an das Finanzamt wenden möchten und Office-Dokumente im Anhang übersenden oder Hyperlinks in der E-Mail nutzen. Für Steuerberaterinnen und Steuerberater sowie für Nutzerinnen und Nutzer der Steuersoftware „Elster“ haben die Maßnahmen keine Auswirkungen. Die Abgabe der Steuererklärungen durch die Bürgerinnen und Bürger über „Elster“ oder durch die Steuerberaterinnen und Berater über die von ihnen beauftragten Unternehmen ist demnach uneingeschränkt möglich.

„Die getroffenen Maßnahmen werden fortlaufend überprüft und stufenweise angepasst“, informiert das Finanzministerium, das darauf hinweist, „dass der Datensicherheit bei dieser Bedrohung von außerhalb Vorrang einzuräumen ist. Auch kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, wann diese Sicherheitsmaßnahmen wieder heruntergefahren werden können.“

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