Wer hilft mit, das Klima zu retten?

Verein Klimafreunde jetzt gemeinnützig / weitere Mitglieder gesucht

Wer hilft mit, das Klima zu retten?

Auch wenn durch die Corona-Pandemie zur Zeit andere Probleme in den Nachrichten dominieren: Die Klimakrise ist weiterhin ein allgegenwärtiges Problem. Das ist auch den „Klimafreunden“, einer Initiative junger Frauen und Männer aus dem Raum Soltau, bewusst. Vor fast einem Jahr schlossen sich die 16 Freunde zusammen, um gemeinsam Bäume zu pflanzen und ein Zeichen im Kampf gegen den Klimawandel zu setzen (HK berichtete), und seitdem ist viel passiert. Nun hat der eingetragene Verein seine Gemeinnützigkeit bestätigt bekommen – und ist seitdem auf der Suche nach neuen Mitgliedern und Unterstützern.

Angefangen hat alles mit einer einfachen Idee. Die intensive mediale Diskussion um die globalen Folgen des Klimawandels hinterließ Spuren bei den jungen Erwachsenen, die sich als ehemalige Schüler des Gymnasiums Soltau kennen und regelmäßig treffen. Schnell waren sie sich darin einig, selbst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu wollen, und zwar auf möglichst effektive und nachhaltige Art und Weise. Die Idee, selbst Bäume im Heidekreis zu pflanzen, lag da schon fast auf der Hand. Denn tatsächlich sind Bäume ein wahres Wundermittel gegen den Klimawandel: Durch die Bindung von Kohlenstoffdioxid fungieren Wälder als Kohlenstoffspeicher und bilden so einen maßgeblichen Faktor im Kampf gegen die globale Erderwärmung.

Ein erstes Pilotprojekt verwirklichten die Klimafreunde im Herbst 2019. Auf einer brachliegenden Fläche in Leitzingen wurden knapp 200 Setzlinge gepflanzt – die ersten tragen inzwischen schon Knospen. Und auch auf bürokratischer Ebene wurden Fortschritte erzielt: Im Januar stand die Gründungssitzung auf dem Programm, ein Vorstand wurde gewählt, seit März steht der Verein „Klimafreunde“ offiziell im Vereinsregister.

Gänzlich unberührt von der Coronakrise blieb aber auch die Vereinsarbeit nicht. Eine zweite Baumpflanzaktion, ursprünglich noch für das Frühjahr angedacht, mussten die Aktivisten im März relativ spontan absagen. Erst im Herbst kann voraussichtlich wieder gepflanzt werden. Doch entmutigen ließen sich die jungen Erwachsenen davon nicht: Stattdessen wurde hinter den Kulissen weiter gearbeitet und geplant, die Website neu gestaltet, Öffentlichkeitsarbeit betrieben.

Seit einigen Tagen nun sind die Klimafreunde ein gemeinnütziger Verein. Damit können von jetzt an Mitgliedsbeiträge entgegengenommen und Spendenbescheinigungen erstellt werden. Der Vereinsbeitritt ist dabei schon ab einem Betrag von einem Euro im Monat möglich. Angewiesen ist der Verein sowohl auf passive Fördermitglieder als auch auf die aktive Mitarbeit beim Pflanzen und auf die Einbringung neuer Ideen und Impulse ins Vereinsgeschehen. Daneben werden weiterhin auch bepflanzbare Flächen gesucht.

Dass allein durch das Pflanzen von Bäumen das globale Klima nicht gerettet werden kann, ist auch den Klimafreunden bewusst. Doch dies ist auch nicht das erklärte Ziel des Vereins. Vielmehr geht es darum, einen kleinen Teil zum großen Ganzen beizutragen und selbst anzupacken, dabei ein Vorbild für andere zu sein – und so letztlich dafür zu sorgen, dass der Klimawandel auch weiterhin in den Nachrichten nicht in Vergessenheit gerät.

Wer mehr zu den Klimafreunden wissen möchte, findet weitere Informationen auf www.klima-freunde.de. Auch in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram ist der Verein aktiv. Eine Kontaktaufnahme ist dort ebenso möglich wie per E-Mail an info@klima-freunde.de.

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