Werke in Sepia und Aquarell

Motive und Ansichten aus Breidings Garten: Bilder- und Fotoausstellung startet in Dachgeschoss-Galerie der Soltauer Filzwelt

Werke in Sepia und Aquarell

„Bilderernte: Breidings Garten in Sepia und Aquarell“ ist der Titel der Ausstellung - wobei die „Ernte“ schon eine Weile zurückliegt: Vor gut einem Jahr hatten verschiedene Malerinnen und Maler bei einem „Pleinair“-Kurs im historischen Landschaftspark ihre Eindrücke mit Pinsel und Farbe auf Papier gebracht. Ansichten aus früheren Jahren zeigen alte Aufnahmen der Soltauer Anlage. Beides wird jetzt der Öffentlichkeit präsentiert - „endlich“, wie Mathias Ernst betonte: „Zwei Anläufe mussten wir wegen Corona verschieben, doch nun freuen wir uns, dass die Ausstellung starten kann“, so der ehrenamtliche Direktor der Stiftung Spiel. Er hatte zusammen mit Künstlerinnen aus der „Pleinair“-Gruppe zum Auftakt der Bilder- und Fotoausstellung eingeladen. Die ist ab sofort in der Galerie im Dachgeschoss der Soltauer Filzwelt zu sehen.

„Der historische Landschaftspark Breidings Garten bietet immer wieder faszinierende Ansichten“, so Ernst. Vor einem Jahr inspirierten Garten, Villa und Burgruine einen „Pleinair“-Malkurs unter der Leitung von Magdalena Kula und Eva Lüderitz zu Aquarellen. Die Resultate werden nun gemeinsam mit historischen Fotoaufnahmen aus dem Garten präsentiert. „So entsteht ein spannendes Neben- und Miteinander von Vergangenheit und Gegenwart, fotografischen und malerischen Blickwinkeln, Sepia-Schattierungen und Farbenspiel“, erklärte Ernst.

Die alten Aufnahmen zeigen Ansichten von Breidings Garten, die es so heute nicht mehr gibt, etwa die Burg-Kulisse noch mit Mauer und direkt am Ufer des Sees: „Es ist ja keine echte historische Burg, sondern es handelt sich um eine künstliche kleine Ruine. Aber auch die ist schon so alt und wurde teilweise wieder zurückgebaut, dass man heute quasi die Ruine der Ruine sieht“, so der ehrenamtliche Felto-Direktor. Fotos und gemalte Ansichten des Gartenparadieses haben in der Dachgeschoss-Galerie der Filzwelt einen passenden Platz gefunden: „Historisch sind beide Orte eng miteinander verbunden: Das denkmalgeschützte Gebäude ist ein ehemaliges Lagerhaus der benachbarten, von August Röders gegründeten Filzfabrik. Eben dieser Firmengründer legte als Treffpunkt der Familie und ständigen ‚Konferenzort‘ für Privates wie Geschäftliches auch den ‚Großen Garten‘ samt Villa an - ein denkmal- und naturgeschütztes Gesamtensemble“, so Ernst.

In der Anlage malen zu können, „das war ein tolles Erlebnis, das wir gern wiederholen möchten - vielleicht im Frühjahr“, freuten sich Kula und Lüderitz. 28 Werke sind bei dem Kurs entstanden, denen nun 22 Fotos - entstanden zwischen etwa 1880 und 2008 - gegenüberhängen. Zu sehen ist die Ausstellung „Bilderernte: Breidings Garten in Sepia und Aquarell“ bis zur Finissage am 5. Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr.

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