Wie viel passt in den Würfel? Experimentieren in der Felto

Rund 30 Interaktivstationen aus dem Mathematikum in der Filzwelt Soltau

Wie viel passt in den Würfel? Experimentieren in der Felto

Wenn die Seifenblasen würfelförmig schillern, am Bautisch immer neue Formen entstehen und per Schnur Deutschlandreisen unternommen werden, dann ist das Mathematikum zu Gast in der Felto. Am 19. März ist es wieder so weit: Rund 30 Experimente laden dann bis zum 19. April im Dachgeschoss der Soltauer Filzwelt zum Ausprobieren ein.

Da kann man Platten über der Tischkante balancieren lassen, ein Musikstück erwürfeln, eine Brücke aus Stäben „flechten“ oder sich selbst in eine große Seifenhaut stellen. Alle Stationen stammen aus dem Mathematikum in Gießen – dem weltweit ersten mathematischen Mitmachmuseum. Die Einrichtung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Faszination der Mathematik erfahrbar zu machen und dafür gemäß dem Leitspruch „Mathe macht glücklich“ interaktive Exponate entwickelt, die einfach Spaß machen. Manche sind echte Kopfzerbrecher, andere frei kreativ, einige lassen sich am besten im Team bewältigen, andere allein.

Als erstes zieht meist die Riesenseifenhaut die Aufmerksamkeit auf sich: Schnell steigen Kinder in die Mitte eines mit Seifenlauge gefüllten Rings. Sobald sie an einer Schnur ziehen, erhebt sich aus dem Ring ein Reifen, und mit ihm steigt ein Seifenschlauch in die Höhe, bis er die Kinder komplett umgibt, immer enger wird – und schließlich platzt. Die Konstruktion ist groß genug, um auch Erwachsene einzuhüllen. Damit der Versuch gelingt, sind gutes Timing und ruhige Hände gefragt. An anderen Stationen warten Puzzle- und Rätselaufgaben auf die Besucher: Wie gelingt es, aus nur vier Teilen erst ein Dreieck und dann ein Quadrat zu legen? Welcher Text lässt sich mit der Codescheibe entziffern? Ein Tisch hat die Form einer Deutschlandkarte. Markiert sind die Hauptstädte der Bundesländer. Mit Hilfe einer Schnur gilt es, die kürzeste Strecke zu finden, um alle Städte abzufahren.

Nicht nur Kopf und Hände, sondern auch die Beine kommen an der Station „Ich bin eine Funktion“ in Bewegung: Eine Teppichbahn ist als Skala gestaltet. Die eigene Vor- und Rückwärtsbewegung darauf wird – in Beziehung gesetzt zur Zeitachse – auf einem Bildschirm als Funktion sichtbar.

Hinter den Ausstellungsstationen stehen ganz unterschiedliche Bereiche der Mathematik: Formen und Körper, Muster und Parkette, Kurven, Minimalflächen, Statistik, Zufall und Wahrscheinlichkeit, Kombinatorik und Kryptographie. Ganz nebenbei verdeutlicht die Ausstellung, wie viel Mathe in unserem Alltag steckt. Exponate, die nicht nur angeguckt werden dürfen, sondern auch ausprobiert werden sollen, erfordern Betreuung. Zum Beispiel müssen gelöste Aufgaben immer wieder auseinandergenommen werden, damit auch die nächsten Ausstellungsgäste wieder knobeln können. Dafür werden noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht, die sich bereit erklären, für einzelne Vor- oder Nachmittage in der Ausstellung präsent zu sein. Dabei sind keine mathematischen Fachkenntnisse erforderlich – schließlich sollen die Gäste die Stationen selbst erforschen und nicht belehrt werden. Die Rolle der Ausstellungslotsen ist vielmehr eine ermunternde und ordnende. Wer Lust hat, mitzuhelfen, kann sich per E-Mail unter info@filzwelt-soltau.de oder per Telefon unter Ruf (05191) 9754943 melden.

Damit möglichst viele Schulklassen diese Erfahrung machen können, ist die Ausstellung an Schultagen bis mittags für Gruppen reserviert (und bereits fast komplett ausgebucht). Nachmittags, an Wochenenden und in den Osterferien steht sie allen anderen Interessierten offen.

Der Besuch der Ausstellung ist im Filzwelt-Eintritt enthalten. Für Schulklassen gibt es ermäßigte Eintrittstarife.

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