Zertifikat für „Via Romea“

Pilgerweg als „Europäische Kulturroute“ anerkannt

Zertifikat für „Via Romea“

„Mit der Anerkennung der Via Romea Germanica durch den Europarat in Luxemburg als ‚Europäische Kulturstraße‘ liegt Soltau an einem europaweiten Pilgerweg“, vermeldet jetzt Wilfried Worch-Rohweder nicht ohne Stolz. Der Soltauer hat das Vorhaben gemeinsam mit anderen unterstützt.

Dieses von der Europäischen Union neu zuerkannte Zertifikat und die Aufwertung der Via Romea (Pilgerweg nach Rom) als „Europäische Kulturroute“ freut den Vorsitzenden des Soltauer Salzsiedervereins 08 und Mitglied des örtlichen „Via Romea Germanica“-Vereins um so mehr, als sich das von den Salzsiedern betriebene Soltauer Salzmuseum direkt an der Europäischen Kulturroute befinde: „Dort führt streckengleich auch der örtliche Jakobsweg lang“, erläutert Worch-Rohweder.

Durch aktive Mitarbeit in den Vorständen des deutschen Fördervereins „Romweg Abt Albert von Stade“ und im europäischen Verein „European Association Via Romea Germanica“ habe die Wernigerode-Tourismus GmbH einen großen Anteil am Gelingen der Zertifizierung.

Zusammen mit den befreundeten Vereinen in Österreich und Italien sei es nach einem fünfjährigen Antragsverfahren gelungen, die Kommission der 34 Mitgliedsstaaten des Europarates von der Qualität des Pilgerweges als „Weg der Begegnungen“ zu überzeugen und die Via Romea Germanica als „Europäische Kulturroute“ anzuerkennen.

Notwendig für die Anerkennung sei die Einrechnung von umfangreichen Antragsunterlagen und - damit verbunden - eine ausführliche Dokumentation von Aktivitäten entlang des Weges notwendig gewesen.

Auch ausreichende Pilgerherbergen und Unterkünfte entlang der Route hätten nachgeweisen qwerden müssen: „Dieses Kriterium ist in Soltau deutlich erfüllt. Dort befindet sich nicht nur das vom Soltauer Salzmuseum betriebene ‚Kleinste Pilgerhaus Deutschlands‘, sondern auch bereits seit mehreren Jahren feste weitere Unterkünfte für Pilger und Wanderer. Insgesamt können hier derzeit Pilgergruppen bis zu zehn Personen angemessen und behaglich untergebracht werden“, so Worch-Rohweder.

Der Weg führt in Deutschland durch zwölf abwechslungsreiche Regionen. Er startet bei Ebbe und Flut in Stade und führt nach vielen Sationen durch das Werdenfelser Land an der Zugspitze und am Karwendel-Gebirge vorbei. Dann geht es durch Österreich über Südtirol in Italien nach Rom.

„Die Wiederbelebung des uralten Pilgerweges, der von Abt Albert von Stade 1237 begangen wurde und in seinen Reiseaufzeichnungen, den ‚Annales Stadenses‘, beschrieben wird, ist getragen von dem gemeinsamen Wunsch eine Brücke in Europa über die Grenzen hinweg zu schlagen. Von der Nordsee bis nach Rom arbeiten viele Ehrenamtliche in den nationalen Vereinen seit Jahren mit zahlreichen Partnern zusammen, um das Projekt voranzutreiben. Ziel ist die Förderung eines entschleunigten, nachhaltigen und respektvollen spirituellen Tourismus. Dieses Ziel wird von den Soltauer Salzsiedern bereits seit vielen Jahren nachhaltig unterstützt“, so Worch-Rohweder.

Weitere Informationen zum Pilgerweg gibt es auf der Webseite www.viaromea.de.

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