Gassi gehen mit Anmeldung

Betrieb im Tierheim Tiegen läuft in Corona-Krise weiter

Gassi gehen mit Anmeldung

Sie setzen sich ein für den Schutz der Tiere, nun müssen sie sich aber auch selbst schützen - und zwar vor einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus. „Alle vier Mitarbeiterinnen im Tierheim sind gesund. Und damit das so bleibt, hat ihr Schutz aktuell oberste Priorität“, betont Rebekka Borchert. Die stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins für den Altkreis Soltau ist aber guter Dinge, denn die Einrichtung des Vereins, das Tierheim in Tiegen, habe sich vorbereitet: „Wir haben schon vor Ausbruch der Krise rechtzeitig reagiert“. Auch die „Gassigeher“ hätten sich schnell mit den Umständen arrangiert, fügt Antonia Hennig hinzu: „Und sie halten uns auch in diesen Zeiten die Treue“, freut sich die Schriftführerin des Soltauer Tierschutzvereins.

„Und so läuft der Betrieb im Tierheim nach wie vor weiter - wenn auch mit einigen Veränderungen“, wie Borchert erklärt. Zum einen sind die vier Mitarbeiterinnen nicht mehr alle gemeinsam vor Ort, sondern haben ein Schichtsystem eingeführt. Natürlich fällt in der Pause das gemeinsame Frühstück aus. „Gassigeher dürfen gerne weiter zu uns kommen, müssen sich vorher allerdings unbedingt anmelden“, so die stellvertretende Vorsitzende weiter. Und wer zum Tierheim fährt, um dort mit einem der Hunde auszugehen, steht am Zaun zunächst vor verschlossener Pforte: „Wir übergeben die Hunde dann am Tor. Außerdem werden die Leinen jedes Mal desinfiziert.“

„Jeder, der zur Einrichtung kommt, muss hier natürlich die Hygienerichtlinien beachten, sich die Hände desinfizieren“, ergänzt Hennig. Das gilt vor allen für jene, die wegen einer Vermittlung das Tierheim aufsuchen möchten: „Wer sich für eines unserer Tiere interessiert - aktuell hoffen vier Hunde und zwölf Katzen auf ein neues Zuhause - muss zuvor telefonisch einen Termin ausmachen. Dann können Interessierte das Tier gern besuchen und kennenlernen“, so Borchert. „In dringenden Fällen nehmen wir natürlich auch noch Abgabetiere auf“, fügt Hennig hinzu. „Dafür sind wir ja schließlich da“, so Borchert.

Situationen, dass jemand sein Haustier wegen eines Corona-Falles abgeben musste, „hat es zum Glück noch keine gegeben“, erläutert die Schriftführerin, „das kann aber noch passieren.“ Angst vor einer Virusübertragung an oder durch die Tiere sei unbegründet, so die stellvertretende Vorsitzende: „Nach derzeitigen Kenntnisstand geht in der Beziehung von den Tieren keine Gefahr aus.“

Wie es weitergeht, werde sich in den kommenden Wochen zeigen - doch Borchert und Hennig sind optimistisch: Mit den entsprechenden Einschränkungen werde der Betrieb im Tierheim weitergehen, „und alle zeigen für diese Einschränkungen Verständnis.“ Zu denen gehören aber auch einige Absagen: „Unsere Mitgliederversammlung war eigentlich für den Mai geplant, wird jetzt aber verschoben“, so die stellvertretende Vorsitzende. „Außerdem wird aller Voraussicht nach unser traditioneller Himmelfahrtsfrühschoppen im Tierheim Tiegen dieses Jahr wohl ausfallen.“

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