In Trauen entsteht ein „SpacePark“ für Raumfahrtforschung und -entwicklung

Neues Kompetenzzentrum für den Bau und den Transport von Kleinsatelliten sowie Forschungsanlagen zur Untersuchung von Ionenantrieben für Satelliten und zum Test von Raumfahrtantrieben / Grundsteinlegung im Sommer geplant

In Trauen entsteht ein „SpacePark“ für Raumfahrtforschung und -entwicklung

In Zeiten der Corona-Krise, in der täglich neue Todeszahlen für Unbehagen sorgen und inzwischen weltweit Menschen den Verlust ihrer Arbeitsplätze befürchten beziehungsweise ihre Jobs schon verloren haben, sind gute Nachrichten in Sachen Wirtschaft und Arbeitsplätze sicherlich äußerst willkommen. Und eine solche gibt es jetzt zu vermelden: Auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Trauen ist der Aufbau eines Technologieparks für Raumfahrtanwendungen geplant. Neben einem neuen Kompetenzzentrum für den Bau und den Transport von Kleinsatelliten sollen Forschungsanlagen zur Untersuchung von Ionenantrieben für Satelliten und zum Test von Raumfahrtantrieben in der niedersächsischen Gemeinde Faßberg aufgebaut werden. Für jährlich mehr als fünf Millionen Euro entstehen hier Hightech-Arbeitsplätze in der Region Celle-Bergen. Die Grundsteinlegung soll im Sommer dieses Jahres erfolgen. Maßgeblichen Anteil an der Initiative und Finanzierung des „SpaceParks“ haben Henning Otte (MdB), verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sowie Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (MdL).

„Es ist ein riesiger Erfolg, dass Trauen jetzt diese Renaissance erlebt. Die Forschung, die hier durch das DLR aufgebaut und perspektivisch auch für Raumfahrt-Startups nutzbar sein wird, ist wichtig für Deutschlands unabhängigen Zugang zum Weltraum - und ein Wachstumsimpuls für die ganze Region Celle“, so Otte. Und Dr. Althusmann: „Wir haben stetig daran gearbeitet, den Standort Trauen wieder zum Leben zu erwecken. Der ‚SpacePark‘ wird dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Luft- und Raumfahrtbranche sowie die regionale Infrastruktur zu stärken. Für die künftige niedersächsische Luft- und Raumfahrtstrategie 2030 wird der Technologiepark in Trauen von wichtiger Bedeutung sein.“

Im neuen Kompetenzzentrum am DLR-Standort Trauen sollen Technologien, Verfahren und Konzepte für Kleinsatellitenkonstellationen und deren Verbringung sowie Antriebs- und Missionssysteme entwickelt und erforscht werden. Für innovative Satellitenantriebe werden experimentelle Forschungsanlagen entstehen. Perspektivisch wird ein Technologie- und Innovationscluster errichtet, das es auch Start-ups ermöglicht, Technologien und Systeme gemeinsam mit dem DLR und potenziellen Nutzern zu erproben und weiterzuentwickeln. In den nächsten Jahren sollen bis zu 60 Mitarbeiter am DLR-Standort in Trauen arbeiten und forschen.

Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl freut sich über das Raumfahrtprojekt in „seiner“ Gemeinde: „Die Bürgerinnen und Bürger von Faßberg sind stolz, hier Top-Wissenschaftlern aus der ganzen Welt eine Heimat bieten zu dürfen und dass die langjährigen Bemühungen von Bund, Land und Gemeinde zur Entwicklung des Forschungsstandortes Erfolg gezeitigt haben. Ich verspreche mir vielfältige wirtschaftliche Impulse für unsere Bürgerinnen und Bürger durch das Projekt ‚SpacePark‘ Trauen. Wir werden das DLR und andere beteiligte Firmen gern unterstützen.“

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