Erdbeben zwischen Verden, Walsrode und Rotenburg registriert | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Niedersächsische Erdbebendienst am Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie informiert über Ereignis im sogenannten Drei-Landkreise-Eck

Erdbeben zwischen Verden, Walsrode und Rotenburg registriert

Heute um 4.57 Uhr hat der Niedersächsische Erdbebendienst (NED) am Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede im sogenannten Drei-Landkreise-Eck Verden, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis ein Erdbeben mit einer Lokalmagnitude von 2,1 registriert. Die Magnitude ist ein logarithmischer Wert. Ab einer Magnitude von 1,9 können Menschen seismische Ereignisse im Gebiet der Erdgasförderung in Niedersachsen erfahrungsgemäß wahrnehmen.

„Meldungen über verspürte Erschütterungen wie zum Beispiel Anrufe und E-Mail-Nachrichten von Anwohnern sind allerdings bislang nicht beim NED eingegangen. Schäden sind erfahrungsgemäß nicht zu erwarten“, so LBEG-Pressesprecher Eike Bruns.

Das Epizentrum liege im Bereich zwischen den Erdgasfeldern Hamwiede und Weissenmoor. Die Förderung von Erdgas führe zu Spannungen im tiefen Untergrund. „Wenn diese an Schwächezonen im Untergrund impulsartig abgebaut werden, kann es zu spürbaren Erschütterungen an der Oberfläche kommen durch sogenannte induzierte Erdbeben. Die genaue Ursache des aktuellen Ereignisses wird zurzeit in detaillierten Untersuchungen analysiert“, erklärt Bruns.

Anwohner, die das aktuelle Ereignis verspürt haben, werden gebeten, ihre Beobachtungen über einen Fragebogen auf der Internet-Seite des LBEG zu melden unter „Niedersächsischer Erdbebendienst“, weiter über „Erdbeben verspürt“ hin zum Erdbeben-Fragebogen. „Die dort gemachten Angaben werden für eine unabhängige Bestimmung des Epizentrums und zur Abschätzung der Auswirkungen des Ereignisses genutzt“, teilt der Pressesprecher mit. In den vergangenen drei Jahren habe der NED am LBEG im Schnitt rund fünf seismische Ereignisse pro Jahr registriert. Bruns: „Ein Drittel davon lag oberhalb der Wahrnehmungsschwelle von 1,9.“

Eine detailliertere Liste zu den Erdbeben der vergangenen zwölf Jahre finden Interessierte unter https://www.lbeg.niedersachsen.de/erdbebendienst/erdbebenaktuelles/aktuelle-erdbeben-128713.html.

Der NED am LBEG überwacht als staatlicher seismologischer Dienst die Erdbebentätigkeit in Niedersachsen und den angrenzenden Gebieten. Die fachlichen Arbeiten werden in enger Kooperation mit dem Erdbebendienst des Bundes an der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ausgeführt.