„Den Wald besser schützen“

Klingbeil informiert sich über aktuellen Zustand

„Den Wald besser schützen“

Vor dem erneuten Lockdown hatte der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil zu einem Runden Tisch zum Zustand des Waldes eingeladen. Gemeinsam mit Privatwaldbesitzern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, der Jägerschaft, der Forstämter und vielen anderen war der Politiker bei Waldbesitzer Hannes Wilkens auf dem Hof Tadel in Visselhövede zu Gast.

Stürme, mehrere Dürrejahre und der Borkenkäfer haben dem niedersächsischen Wald in den vergangenen Jahren sehr zugesetzt: „Der Zustand des Waldes ist ein drängendes Problem, um das wir uns viel stärker kümmern müssen“, so Klingbeil nach der Gesprächsrunde.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten dem Abgeordneten, dass sie die im Konjunkturpaket enthaltenen 700 Millionen Euro für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder begrüßten. Die Gelder sind beispielsweise für Zuschüsse für Unternehmen im Forstbereich und eine nachhaltige Forstwirtschaft vorgesehen. Die Gelder flössen aber viel zu spät, und die Verfahren seien viel zu kompliziert. Klingbeil sagte zu, diese Kritik mit nach Berlin zu nehmen.

Kritik gab es vor allem am hohen bürokratischen Aufwand: Die europäische De-minimis-Regelungen, welche eine Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterergebnisse verursachten Folgen im Wald und für den klimarobusten Waldumbau vorsehen, könnten bei einer Forstgemeinschaft nicht von einzelnen Mitgliedern genutzt werden, da die Gemeinschaft nur als einziger Antragsteller betrachtet werde. Klingbeil sagte zu, diesen und viele weitere Hinweise zum Schutz des Waldes nun mit den Fachpolitikerinnen und -politikern seiner Fraktion im Bundestag zu besprechen.

Klingbeils Position zu einer Holzbauinitiative begrüßten die Anwesenden: So sollen bei öffentlichen Ausschreibungen ein Mindestanteil von Holzprodukten vorgeschrieben sein, die Verwendung von Holzprodukten gestärkt und die Holzforschung ausgebaut werden. Der Produktionsverlauf und die Herkunft des Rohstoffs sollen zudem gekennzeichnet werden. Damit sollen Verbraucherinnen und Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung zugunsten einheimischer Holzarten unterstützt werden. Die Anwesenden betonten zudem die umweltfreundliche Eigenschaft von Holz, Kohlendioxyd speichern zu können

Einhellig befürworteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes. Allerdings seien die Vorgaben zum Umgang mit dem Bestand, beispielsweise mit der Roteiche oder der Douglasie, noch diskursfähig.

Klingbeil will nun weitere Gespräche zum Zustand des Waldes führen, da ihm das Thema sehr wichtig sei: „Durch kluges Handeln können wir unseren Wald besser schützen. Das sollten wir dringend tun.“

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