Feuer im Lager: 150.000 Euro Schaden

65 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen im Einsatz / Inhaber des Ladens: „Wir sind alle raus, das ist die Hauptsache“

Feuer im Lager: 150.000 Euro Schaden

Aus bislang ungeklärter Ursache kam es in der Nacht zum heutigen Dienstag, dem 8. Dezember, gegen 2.10 Uhr im Lager eines Hauhaltswarenladens in der Bergstraße in Walsrode zunächst zu einer starken Rauchentwicklung und anschließend zu einem Brand. Menschen kamen laut Polizeibericht nicht zu Schaden. Der über dem Geschäft wohnende Inhaber versuchte, die Flammen mit Wasser aus dem Gartenschlauch zu löschen. Der alarmierten Feuerwehr gelang es schließlich, den Brand zu löschen.

Die Ortsfeuerwehren Walsrode und Honerdingen wurden gegen 2.16 Uhr mit dem Alarmstichwort „F2Y - Mittelbrand mit Menschenleben in Gefahr - brennt Wohnung“ alarmiert. Bereits auf dem Weg zum Feuerwehrhaus Walsrode konnten die Feuerwehrleute starken Brandgeruch wahrnehmen. Als die Ehrenamtlichen am Einsatzort eintrafen, stand das Lager bereits komplett in Flammen, es kam zu einer starken Rauchentwicklung. Die sechs Bewohner hatten die Wohnungen im selben Gebäude bereits allesamt verlassen, sie waren glücklicherweise durch Rauchmelder gewarnt worden.

„Einsatzleiter Alfred Suhr bildete insgesamt drei Abschnitte und ließ von Vorder- und Rückseite unter Atemschutz die Brandbekämpfung einleiten. So konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten zogen sich aber noch bis 6.30 Uhr hin“, berichtet Jens Führer, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Heidekreis. Und weiter: „Das gesamte Haus inklusive der Verkaufsräume wurden stark verqualmt, der Rauch musste mittels Überdrucklüfter aus dem Gebäude gedrückt werden. Da zahlreiche Atemschutzgeräteträger sowie eine zweite Wärmebildkamera benötigt wurden, alarmierte die Leitstelle die Ortsfeuerwehren Fulde, Hünzingen und Bomlitz nach. So waren insgesamt 65 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen eingesetzt.“

Vor Ort waren zudem die Polizei, der Rettungsdienst, der Abschnittsleiter Süd Gerold Bergmann, Stadtbrandmeister Michael Schlüter sowie der Brandschutzprüfer Folkard Boyer. Die Polizei begann nach den Löscharbeiten mit der Ursachenermittlung. Die Bergstraße war während der Arbeiten komplett gesperrt. „Zum Tauschen der nassen Schläuche und leeren Atemluftflaschen wurde der Schlauchwechselwagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale angefordert. Die Verpflegung mit Kalt- und Heißgetränken sowie Bockwurst wurde aus dem nahegelegenen Feuerwehrhaus sichergestellt“, so Führer. Der Geschäftsinhaber habe sich mit den folgenden Worten an die Ehrenamtlichen gerichtet: „Wir sind alle raus, das ist die Hauptsache.“

Durch den Brandrauch wurden weite Teile des Verkaufsraums sowie der darüberliegenden Wohnung beschädigt. Die Polizei schätzt die Höhe des Schadens auf etwa 150.000 Euro.

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