Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Heidekreis nahmen am gestrigen Freitag, dem 6. März, in der Oskar-Wolff-Straße in Walsrode vormittags eine etwa einstündige Geschwindigkeitskontrolle im Bereich einer Kinderbetreuungseinrichtung vor. „Ziel der Maßnahme war es, insbesondere im sensiblen Umfeld von Kindern auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu achten und für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen“, so Polizeisprecher Tarek Gibbah.
Das Ergebnis sei, so Gibbah, „ernüchternd“ ausgefallen, denn: „Im Durchschnitt musste etwa alle zehn Minuten ein Geschwindigkeitsverstoß geahndet werden. Traurige Spitzenreiterin war eine 60-jährige Frau aus Walsrode, die mit 70 Kilometern pro Stunde bei erlaubten 50 km/h gemessen wurde.“
Neben den Kontrollen habe der Einsatz bei den Kindern der Einrichtung jedoch auch für viel Begeisterung gesorgt, berichtet der Polizeisprecher: „Die jungen Zuschauer verfolgten die Arbeit der Einsatzkräfte mit großem Interesse und nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und einen Blick auf die Einsatzmittel der Polizei zu werfen.“
Im weiteren Verlauf des Mittags gab es zudem eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Landesstraße 191 zwischen Westenholz und Hodenhagen. Dabei wurden laut Polizeibericht insgesamt elf Verstöße festgestellt.
„Der negative Spitzenwert wurde bei einem 69-jährigen Mann festgestellt, der mit 98 Kilometern pro Stunde statt der erlaubten 70 km/h unterwegs war. Zudem war der Mann nicht angeschnallt und nutzte während der Fahrt sein Mobiltelefon, das er mit beiden Händen bediente“, heißt es im Polizeibericht.
Die Polizeiinspektion Heidekreis weist in diesem Zusammenhang einmal mehr darauf hin, dass eine angepasste Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor für die Verkehrssicherheit sei. Gerade im Umfeld von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie auf vielbefahrenen Landstraßen komme der Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine besondere Bedeutung zu.
Die überhöhte Geschwindigkeit zähle weiterhin zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle. Gleichzeitig habe die gefahrene Geschwindigkeit einen erheblichen Einfluss auf die Schwere der Unfallfolgen: „Bereits wenige Kilometer pro Stunde mehr können darüber entscheiden, ob ein Unfall glimpflich ausgeht oder Menschen schwer verletzt werden. Insbesondere ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Fußgänger oder Radfahrerinnen und Radfahrer sind hierbei besonders gefährdet.“