Netzwerker im Austausch

Inklusion hilft bei dem Einstieg in das Berufsleben

Netzwerker im Austausch

Menschen mit Behinderung benötigen eine besondere Beachtung und Unterstützung. Durch Inklusion finden Menschen mit Behinderung den Weg in das Berufsleben. Hilfestellung erhalten diese Menschen von staatlich geprüften Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegern.

„Fachkraft für Inklusion“, nannte Holger Stolz (Geschäftsführer der Lebenshilfe Walsrode) diesen Beruf im Rahmen der Netzwerkgründung zwischen Einrichtungen und Berufsbildenden Schulen Walsrode in der vergangenen Woche. Allerdings ist der Weg bis zur ausgebildeten Fachkraft sehr intensiv und unentgeltlich. Um diesem System entgegenzuwirken, schlossen sich die Berufsbildenden Schulen Walsrode und einige Einrichtungen zu einem „Runden Tisch“ zusammen. Aufgrund der Vielzahl an Einrichtungen bietet der Heidekreis hier einen zukunftssicheren und wohnortnahen Arbeitsplatz. „Heilerziehungspfleger ist ein Beruf von großer Wichtigkeit für Menschen und Gesellschaft“, unterstreicht Gerhard Suder von der Lebenshilfe Soltau die Bedeutung der Fachkräfte. „Einen sinnstiftenden Beruf auszuüben, der bei Anderen etwas bewirkt, ist etwas Schönes“, ergänzen Holger Stolz von der Lebenshilfe Walsrode und Ronja Fiedler von den Heidewerkstätten mit großer Begeisterung. Um dem ansteigenden Bedarf in den nächsten Jahren zu decken, tauschten sich die Vertreter der Einrichtungen und der BBS Walsrode in einem ersten Netzwerktreffen intensiv aus.

Ein Ergebnis ist eine Modernisierung der Strukturen, die unter anderem die Änderung Beschulung an der BBS Walsrode nach sich zieht. Mit der Anlehnung an das duale Ausbildungssystem bieten sich für die Einrichtungen neue Möglichkeiten. „Wir ermöglichen damit eine Vergütung der angehenden Fachkräfte für den praktischen Ausbildungsanteil“, erklärt BBS-Schulleiter André Schulleiter. Jungen Menschen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder vom Bundesfreiwilligen Dienst (BuFDi) für eine Tätigkeit in diesem Bereich entschieden haben, bietet man damit eine neue Perspektive an.

Des Weiteren hofft man auf einen Dialog im kommenden Jahr mit den Land- und Kreistagsabgeordneten, in der die Wichtigkeit der Ausbildung von Fachkräften für die Heilerziehungspflege für den Heidekreis erörtert werden soll. „Unterschiedlichkeit ist kein Mangel, sondern eine Chance. Es ist Individualität, von dem beide Seiten lernen“, so Holger Stolz zum Abschluss des ersten Netzwerktreffen.

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