Zu einem besonderen Benefizkonzert lädt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für Donnerstag, den 29. Oktober, in die Stadthalle Walsrode ein. Dort tritt das Heeresmusikkorps Hannover auf und gestaltet laut Veranstalter „einen Abend, der Geist, Musik und Friedensarbeit miteinander verbindet“. Einlass ist ab 18.30 Uhr, Konzertbeginn um 19.30 Uhr.
Der Volksbund setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, Kriegsgräberstätten weltweit zu pflegen, Hinterbliebene zu unterstützen und die Lehren aus Krieg und Gewalt in Friedensarbeit umzuwandeln. Die Einnahmen des Abends fließen unmittelbar in Projekte zur Trauer- und Versöhnungsarbeit, Bildungsangebote in Schulen sowie in die Instandhaltung und Pflege von Gedenkstätten. „Die Konzertreihe unterstreicht die Verbundenheit regionaler Kultur mit globaler Humanität: Musik wird zur Stimme des Friedens und zur Brücke zwischen Generationen“, heißt es in der Konzertankündigung.
Das Heeresmusikkorps Hannover gehört zu den renommierten Spitzenorchestern der deutschen Militärmusikszene. Mit professionellem Konzertrepertoire, das klassische Werke, Stummfilmmusik, zeitgenössische Kompositionen und bekanntere Filmmusik umfasst, begeistert es regelmäßig Zuhörer in Norddeutschland und darüber hinaus.
Die 50 Musikerinnen und Musiker verbinden beeindruckende Virtuosität mit bewegenden Botschaften. Besondere Highlights im Konzertprogramm in Walsrode sind „Jubilee Overture“, „My Fair Lady“ sowie von Herbert Grönemeyer das Lied „Halt mich“. Letzteres zählt zu den berührendsten und zeitlosesten Balladen der deutschen Popgeschichte. In der sinfonischen Fassung für Blasorchester entfaltet der Klassiker eine ganz neue, tiefgreifende Dynamik. Stabsfeldwebel Thorsten Sturmhöfel verleiht den feinfühligen Zeilen mit seiner ausdrucksstarken Stimme und seiner Bühnenpräsenz eine besondere Tiefe, die unter die Haut geht und das Publikum mitten ins Herz treffen wird.
Das Heeresmusikkorps Hannover ist eines der dienstältesten Musikkorps der Bundeswehr. Es wurde am 1. Juni 1956 unter der Bezeichnung Musikkorps II A der 1. Grenadier Division in Hannover aufgestellt. Am 16. März 1959 erfolgte die Umbenennung in „Heeresmusikkorps 1“. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde das Orchester am 1. Oktober 2013 in „Heeresmusikkorps Hannover“ umbenannt.