Zukünftige Agrarpolitik: Klingbeil im Gespräch mit Landwirten aus der Region

Herausforderungen beim Stallumbau, „Wolf“ und „Tierschutzlabel“: Austausch über aktuelle Themen

Zukünftige Agrarpolitik: Klingbeil im Gespräch mit Landwirten aus der Region

SPD-Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil hat sich jüngst mit Landwirten aus der Region getroffen, um sich über die zukünftigen Agrarpolitik der neuen Bundesregierung sowie wichtige aktuelle Landwirtschaftsthemen aus der Region auszutauschen. Mit Jörn Ehlers und Jochen Oestmann nahmen auch die Vorsitzenden der Landvolk-Kreisverbände Rotenburg-Verden und Lüneburger Heide an der Runde teil. In Walsrode ging es unter „2G+“-Bedingungen unter anderem um die Herausforderungen beim Stallumbau sowie die Themen „Wolf“ und „Tierschutzlabel“.

„Unsere Landwirtschaft steht vor großen Umbrüchen und Herausforderungen“, machte Lars Klingbeil vor dem Treffen deutlich. „Auch deshalb bin ich im ständigen Kontakt mit unseren Landwirtinnen und Landwirten aus dem Heidekreis und dem Landkreis Rotenburg, höre zu und setze mich in Berlin für sie ein.“ Bei dem aktuellen Gespräch ging es ihm darum, sich mit den Landwirtinnen und Landwirten auszutauschen, die in den vergangenen Wochen und Monaten auf ihn zugekommen sind. „Ich will die Positionen aus der Region erfahren, die ich dann in Berlin vertreten kann“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete. Die neue Regierung böte auch für die Agrarpolitik neue Chancen.

Ein wichtiges Thema für die Landwirtschaft in der Region sei die aktuell schwierige Lage für Schweine- und Sauenhalter. Neben der allgemeinen Planungsunsicherheit (unter anderen Tierwohlvorgaben und Baurecht) habe insbesondere Corona zu massiven Problemen geführt. Die Landwirte kritisierten, dass die existierenden Corona-Hilfen für Schweinehalter zu ungenau und undurchsichtig sind. Klingbeil will nun auf Wirtschaftsminister Robert Habeck zugehen und mit ihm über die Corona-Unterstützung für Schweinehalter sprechen.

Auch das Thema Stallumbauten und das damit verbundene Baurecht kam zur Sprache. Die Landwirte wünschen sich hier mehr Planungssicherheit. Darüber hinaus bekräftigten sie gegenüber Klingbeil, dass sie ein verpflichtendes Tierschutzlabel wollen, das für alle verpflichtend gilt - insbesondere auch für ausländische Produkte. Der SPD-Politiker machte deutlich, dass die Einführung einer verbindlichen Tierhaltungskennzeichnung im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP verankert wurde.

Die Runde diskutierte auch über Themen wie den Wolf oder den Ausbau Erneuerbarer Energien. Klingbeil betonte, er sei jederzeit für die Landwirtinnen und Landwirte ansprechbar und sie könnten mit all ihren Fragen und Anliegen auf ihn zukommen.

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