Heimat für Biene Maja

Naturschutzinitiative Wesseloh schafft Insektenparadies

Heimat für Biene Maja

Bereits im Jahr 2018 fiel der Startschuss für ein ambitioniertes Projekt der Naturschutzinitiative Wesseloh: eine „Bienenwiese“ sollte geschaffen werden. Und das zu einer Zeit, als die Bedeutung solcher Insektenparadiese noch nicht im Mittelpunkt stand.

„Die Suche nach einer verfügbaren Fläche gestaltete sich anfangs schwierig“, berichtet die Naturschutzinitiative. Die Flächenkonkurrenz mit der Landwirtschaft sorgte ebenfalls für Startschwierigkeiten, übliche Pachtverträge haben lange Laufzeiten. „Umso erfreulicher ist es nun, dass ein mehr als 8000 Quadratmeter großes Stück Ackerland für zunächst fünf Jahre gepachtet werden konnte und in diesem Jahr das erste Mal mit speziellem ‚bienenfreundlichen‘ Saatgut eingedrillt wurde“, freut sich die Naturschutzinitiative.

Wer in den vergangenen Tagen auf der Kreisstraße 31 zwischen Insel und Wesseloh unterwegs war, konnte es kaum übersehen: weiß und hell violett leuchten die Blüten von Ölrettich und Phacelia. Und wer kurz Rast macht, hört das laute Brummen von Bienen, Hummeln und anderen Fluginsekten. Auch Käfer, Spinnen und Grashüpfer tummeln sich. Der Vergleich mit der direkt angrenzenden Grasfläche zeigt, wie die Naturschutzinitiative betont, die Lebendigkeit dieses kleinen Insektenparadieses und verdeutlich eindringlich die Bedeutsamkeit der Blühflächen für die Natur. Die Wiese liegt etwa 500 Meter vom Ortseingang Wesseloh entfernt, Interessierte können sich selbst ein Bild von der Vielfalt der Natur machen.

„Wir haben hier mal ein Experiment gestartet und sind total begeistert von den ersten Resultaten“, ist Wilfried Röhrs, stellvertretender Vorsitzender der Naturschutzinitiative Wesseloh, sehr zufrieden mit dem Verlauf. „Das spezielle Saatgut soll über einen möglichst langen Zeitraum für immer neue Blüten sorgen. Wir sind sehr gespannt, ob dies dann auch tatsächlich in der Realität so funktioniert, wie der Saatgut-Anbieter dies zugesichert hat, oder ob wir im kommenden Jahr eventuell eine andere Mischung nehmen müssen.“

Gespannt verfolgt wird das Projekt auch von Landwirt Andreas Peters aus Wesseloh, der zusammen mit der BUND-Ortsgruppe Schneverdingen Flächen-Patenschaften für eine weitere Blühweide im Ort anbietet, die dann im kommenden Jahr an den Start gehen soll.

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