Viel los bei der Feuerwehr

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wietzendorf

Viel los bei der Feuerwehr

Erstmals hat die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wietzendorf im Juni und auf dem Festzelt der Schützengilde stattgefunden. Der Gemeindebrandmeister Volker von Alm konnte neben zahlreichen Aktiven und Kameraden aus der Altersabteilung auch Bürgermeister Jörg Peters und Vertreter aus Rat, Verwaltung, Ortsvorstehern, Polizei, Forst, DRK und den Nachbarwehren Neuenkirchen, Soltau, Becklingen und Bonstorf begrüßen.

2021 wurden 38 Einsätze abgearbeitet. Damit war es ein durchschnittliches Jahr. Im Einzelnen wurden sechs Brandeinsätze (vier Klein-, ein Mittel- und ein Großbrand - nachbarschaftliche Löschhilfe in Lünzenbrockhof), 20 Hilfeleistungen (drei schwere Verkehrsunfälle, Unwetter, Ölspuren, Keller unter Wasser und andere) und elf Fehleinsätze (davon acht durch Brandmeldeanlagen) abgearbeitet. 15 Einsätze fanden in der Nacht statt. Dies ist vor dem Hintergrund interessant, dass alles freiwillig, ehrenamtlich und unentgeltlich geleistet wird und die meisten Einsatzkräfte am nächsten Morgen wieder zur Arbeit müssen. Die Wietzendorfer Wehr hat derzeit 113 Mitglieder insgesamt. Davon in der Jugendfeuerwehr 18, fünf weniger durch Übertritte in die Einsatzabteilung als im Vorjahr; 76 Mitglieder in der Einsatzabteilung sowie 19 Mitglieder in der Altersabteilung. Das Alter der fünf Einsatzfahrzeuge beträgt im Durchschnitt knapp 22 Jahre.

Das Löschfahrzeug (LF) 8 ist mit 37 Jahren der Oldtimer, eine Ersatzbeschaffung ist eingeleitet, es wird ein Gerätewagen Logistik (GW-L), die Auslieferung erfolgt vermutlich 2023. Auch der Einsatzleitwagen ist bereits 22 Jahre alt und der TÜV hat bei der letzten Untersuchung „Erhebliche Mängel“ bescheinigt. Das Fahrzeug konnte nur durch hohen Aufwand und umfangreiche Schweißarbeiten nochmals durch den TÜV gebracht werden. Auch hier wird bereits an einer Nachfolgelösung gemeinsam mit Rat und Verwaltung und einem Arbeitskreis gearbeitet. Das LF 16 ist 29 Jahre, TLF 24/50 ist 17 Jahre und HLF 20 ist vier Jahre alt. „Blech hält nicht ewig“ so der stellvertretende Gemeindebrandmeister Holger Heuer. Nur durch die jahrelange gute Arbeit der Gerätewarte sei es möglich, dass die Fahrzeuge trotz des hohen Alters immer einsatzbereit sind.

Der jüngste Zuwachs an Fahrzeugen kam in diesem Jahr vom Land Niedersachsen. Ein spezielles Waldbrand-Tanklöschfahrzeug (TLF 3000 GFFF-V) wurde an die Wehr übergeben. Bei der GFFF-V-Einheit handelt es sich um ein EU-Projekt. Gemeinsam mit dem Landkreis Celle wird eine Einheit aufgestellt, die in absehbarer Zeit europaweit zu Waldbrand-Einsätzen gerufen werden kann. Dies stellt besondere Anforderungen an die Mitglieder, das Fahrzeug kann auch zu örtlichen Einsätzen genutzt werden. Damit sind zwei Fahrzeuge ausgelagert. Das hat derzeit keinen Einfluss auf die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft, ist aber dennoch auf Dauer nicht zielführend.

Hier konnte Bürgermeister Jörg Peters einen „Silberstreif am Horizont“ sehen. Durch die Verwaltung wird eine Machbarkeitsstudie angestrebt, die eine Zusammenlegung von Bauhof und Klärwerk prüft. Damit würden die benachbarten Hallen und Flächen des Bauhofes im gemeinsam genutzten kommunalen Mehrzweckgebäude für die Feuerwehr frei. Dies wird nicht im nächsten und auch nicht im übernächsten Jahr passieren, wäre aber zumindest eine Option.

Auch für die Feuerwehren waren die vergangenen Jahre schwierig. Durch Corona musste ständig umgeplant werden, eine Verordnung nach der anderen musste umgesetzt werden. Der Ausbildungs- und Übungsdienst konnte nur eingeschränkt stattfinden. Lehrgänge auf Landes- und Kreisebene fielen aus. Trotzdem konnte die Einsatzbereitschaft immer gewährleistet werden. Auf Kreisebene konnten immerhin 30 Lehrgänge besucht werden, auf Landesebene keiner.

Gerhard Elbers wurde für seine 60jährige Mitgliedschaft und Wilhelm Euhus sogar für seine 75jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr vom Landesfeuerwehrverband geehrt. Ernst Ludwig Hartau wurde nach 34 Jahren Tätigkeit im Kommando verabschiedet. Er trat 1976 in die Wehr ein, seit 1987 gehörte er dem Gemeindekommando an, zunächst als Gerätwart, später als Verbindungsperson zum Bauhof. Seit 2012 ist „Ernie“ Hartau Ausbilder der Kreisfeuerwehr für die Motorsägenausbildung.

Auch Beförderungen standen auf der Tagesordnung. Beförderung zur Oberfeuerwehrfrau beziehungsweise zum Oberfeuerwehrmann wurden Johanna Keil, Marianna und Nelly Warnke, Lara Frahm, Nathalie Brunahl, Adorjan Nagy, Jendrik Heuer, Moritz Tischer, Patrick Koschmann.Meike Brokmann wurde zur Löschmeisterin, Stefan Rüter zum Oberlöschmeister und Steffen Ohlhoff zum Hauptlöschmeister befördert.

Jannes Holzgrefe scheidet nach über elf Jahren als stellvertretender Gemeindejugendfeuerwehrwart aus. Er trat selbst in die damals neu gegründete Jugendfeuerwehr ein, blieb ihr als Betreuer treu und wurde 2011 stellvertretender Gemeindejugendfeuerwehrwart. Auch Zeugwartin Wiebke Sebald kann das Amt aus privaten Gründen nicht mehr ausüben, zu ihrer Nachfolgerin wurde Nathalie Brunahl ernannt. Meike Brokmann wurde zur neuen Gemeindejugendfeuerwehrwartin ernannt, sie tritt die Nachfolge von Christopher Friedla an, der ihr als Stellvertreter weiter zur Seite steht.

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