Zu erstem Gespräch zusammengetroffen

Meinungsaustausch zwischen Gudrun Pieper und Jörg Peters

Zu erstem Gespräch zusammengetroffen

Zu einem ersten Gespräch trafen sich jetzt die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper - in Begleitung des Wietzendorfer CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Oliver Krasser - und der neue Bürgermeister der Gemeinde Wietzendorf Jörg Peters. Peters informierte über die zukünftigen Herausforderungen der Gemeinde.

Leider, so Peters, werde der Bür­gerbus derzeit noch nicht gut angenommen werde. Der Bürgermeister führte dies auf die unzureichende Streckenführung zurück, denn der Bus fahre ausschließlich die Strecke Bergen-Wietzendorf-Designer-Outlet Soltau, jedoch nicht in die Innenstadt von Soltau.

„Unsere ursprüngliche Idee war es, die Außenorte an den ÖPNV anzubinden. Doch die Verkehrsgemeinschaft Heidekreis sah in diesem zusätzlichen Angebot eine Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr. Die Bürgerbuslinie von Wietzendorf nach Soltau wurde nicht genehmigt“, erklärte Peters.

Pieper machte deutlich, dass Bürgerbusse als Ergänzung zum bestehenden Mobilitätsangebot gesehen werden müssten. Sie seien keine Konkurrenten zum regulären ÖPNV-Angebot. Zur Zielgruppe gehören vor allem Rentnerinnen und Rentner, Familien und Personen, die das Angebot nutzen, um beispielsweise den täglichen Einkauf, den Termin beim Arzt oder den Gang zur Behörde zu unternehmen.

Als positive Beispiele führte Pieper die bereits bestehenden Bürgerbusse in Schwarmstedt, Walsrode, Schneverdingen und Bad Fallingbostel sowie die zukünftige Errichtung einer vom Land geförderten Mobilitätszentrale für alle Bürgerinnen und Bürger an. Deren Ziel ist es, ein flächendeckendes, übersichtliches und nahtlos nutzbares Mobilitätsangebot zu schaffen. Alle verfügbaren ÖPNV-Angebote sollen gebündelt werden, um eine für die jeweilige Situation passende Beförderungsmöglichkeit zu finden.

Das Thema Schulwegsicherheit war ein weiterer Punkt des Gesprächs. Hier habe die Gemeinde extra einen Fachmann zu Rate gezogen, um Schwachpunkte aufzudecken: „Diese Punkte werden jetzt abgearbeitet und nachgebessert“, kündigte der Bürgermeister an. Hierfür müssten beispielweise neue Zebrastreifen geschaffen oder sogar bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Die Kommune hoffe, dass so wieder mehr Kinder zu Fuß zur Schule gingen. Sollte auch dies keinen Erfolg haben, werde die Gemeinde als letzte Möglichkeit Hol- und Bringzonen einrichten. Die Landtagsabgeordnete begrüßte das Vorgehen: „Die sogenannten ‚Elterntaxis‘ gefährden nicht nur andere Kinder, die zu Fuß in die Schule gehen, sondern auch die eigenen, da Eltern beim Bringen und Holen ihrer Kinder leider oft Verkehrsregeln außer acht lassen.“

Weiter konnte Peters berichten, dass die Versorgung der Senioren in Wietzendorf um ein zusätzliches Angebot erweitert werden solle: Hier sei eine Tagespflege in Planung. Der Seniorenbeirat Wietzendorf habe sich dieses Themas bereits angenommen.

Pieper versicherte Peters, bei Anliegen jederzeit als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen, denn ein enger Kontakt zu den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sei ihr wichtig: Nur dadurch sei eine beständige Rückmeldung aus der Praxis gewährleistet.

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