„Verrucht und modern“

„La Ninfea“ spielt im Emhoff Sarabanden und Tango

„Verrucht und modern“

Im Rahmen der Reihe „Musik in alten Heidekirchen“ steht in dieser Saison lediglich ein Konzert im Emhoff in Wilsede auf dem Programm: Am Sonntag, dem 23. August, tritt ab 12 Uhr das Ensemble „La Ninfea“ aus Bremen auf. Unter dem Motto „Verrucht und modern“ spielt es „Sarabandes & Tangos“, ein „Konzert voller verbotener Musik und verbotener Tänze“.

„La Ninfea“ (die Seerose) befassen sich mit der historischen Aufführungspraxis und heben immer wieder Schätze Alter Musik. Zum Ensemble gehören Barbara Heindleier, Blockflöte; Christian Heim, Viola da Gamba und Blockflöte; Marthe Perl, Viola da Gamba, und Nadine Remmert, Cembalo.

Zunächst verpönt und verboten und schließlich doch gesellschaftlich akzeptiert und á la mode: In mehreren Wellen - um 1600 mit Sarabande und Ciaccona und um 1900 mit dem Tango - eroberten die ansteckenden Rhythmen südamerikanischer Tänze ganz Europa und führten zu einer Art Tanz-Fieber. „Während damit von der einen Seite die Befreiung des Körpers gefeiert wurde, sahen Gegner den Untergang des Abendlandes gekommen, was sich in Verboten durch die Obrigkeiten zeigte und dennoch die Beliebtheit nicht zu schmälern vermochte“, erläutert „La Ninfea“ den Hintergrund des Programms. In diesem „Crossover“-Projekt des Ensembles begegnen und vermischen sich die Gattungen und Tänze. Werke, die ursprünglich keine Tänze waren, verwandeln sich in einen Tango, während ein Tango sich im barocken Kleid zeigt: Eine musikalische Brücke über Jahrhunderte und gesellschaftliche Konventionen.

Zu hören sind in Wilsede Werke von Piazzolla, Locke, Rodríguez, Forqueray, de Bilbao, Bach und Pandolfo. Karten sind ausschließlich an der Veranstaltungskasse erhältlich. Weitere Informationen auch unter www.musik-in-alten-heidekirchen.de.

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